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Cyber Security Report 2015

Cyberangriffe auf 90 Prozent aller Firmen gefährden Industrie 4.0

| Autor/ Redakteur: Margit Kuther / Sariana Kunze

Will Industrie 4.0 Erfolg haben, ist ein besserer Schutz vor Cyberattacken nötig. Obgleich 90% aller Unternehmen angegriffen werden, sind nur 60% gewappnet, so die Allensbach-Studie Cyber Security Report 2015 für die Deutsche Telekom.

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Cyber-Attacken: nur 60% aller Unternehmen sind gewappnet.
Cyber-Attacken: nur 60% aller Unternehmen sind gewappnet.
( CC0 Public Domain, pixabay.com )

Industrie 4.0 braucht für den Erfolg einen besseren Schutz vor Cyber-Angriffen: Fast 90 Prozent der Entscheider aus Politik und Wirtschaft sehen IT-Sicherheit laut dem aktuellen Cyber Security Report der Deutschen Telekom als die größte Herausforderung für die flächendeckende Umsetzung von Industrie 4.0.

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Denn die große Mehrheit der Führungskräfte (84%) ist davon überzeugt, dass mit Industrie 4.0, also der intelligenten Vernetzung von Menschen, Maschinen und Produktionsprozessen, das Risiko von Angriffen steigen wird. Weitere Industrie-4.0-Hausaufgaben sind laut den Führungskräften die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet (80) sowie die Einigung auf weltweit einheitliche Standards (81).

Der Cyber Security Report der Telekom, erstellt vom Institut für Demoskopie Allensbach und dem Centrum für Strategie und Höhere Führung Bodman, erscheint in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge.

Industrie 4.0 wichtiges Thema für Unternehmen

War der Begriff Industrie 4.0 im Jahr 2014 erst 38% der Unternehmen bekannt, sind es heute schon fast doppelt so viele (74%). Nicht einmal ein Viertel der Entscheider (24%) hat sich aber intensiver mit Industrie 4.0 beschäftigt.

Es überrascht, dass trotzdem neun von zehn (92%) Entscheidern die vierte industrielle Revolution als bedeutende Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Deutschland werten. Und mehr als die Hälfte (52%) betrachten Industrie 4.0 als wichtiges Thema für das eigene Unternehmen und 44% sehen sich gut vorbereitet. Allerdings sehen sich die weniger gut vorbereiteten Unternehmen der verarbeitenden Industrie nicht im Wettbewerbsnachteil.

„Die produzierende Industrie ist die Branche, die am offensichtlichsten von Industrie-4.0-Lösungen profitieren kann. Zudem gibt es hier schon eine ganze Reihe von konkreten Einsatzfeldern, insbesondere in der Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M)“, sagt Anette Bronder, Director der Digital Division von T-Systems und somit verantwortlich für Industrie 4.0.

IT-Sicherheitskonzepte in der Produktion

Mehr als die Hälfte (53) der Unternehmen in der verarbeitenden Industrie hat sich schon mit speziellen IT-Sicherheitskonzepten für den Produktionsbereich auf die zunehmende Digitalisierung eingestellt. 45% verfügen über Sicherheitslösungen für den Datenaustausch zwischen Produktionssteuerung und Produktion.

Aus gutem Grund: Denn mehr als ein Drittel (36%) der deutschen Unternehmen werden nach eigener Aussage mehrmals die Woche oder täglich von Cyberkriminellen angegriffen. Neun von zehn Unternehmen sind bereits Opfer von IT-Angriffen gewesen.

„Wir müssen davon ausgehen, dass es zudem eine hohe Dunkelziffer unerkannter Angriffe gibt“, fügte Bronder hinzu. „Durchschnittlich dauert es mehr als 220 Tage, bis ein Angriff überhaupt erkannt wird.“

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