Verbindungstechnologie in der Robotik
„Das ist die Kunst bei einem Datenkabel“

Von Sandro Kipar 9 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Hubertus Breier ist Vorstand für Technik und Innovation bei der Lapp Gruppe. Im Interview spricht er über die speziellen Anforderungen der Robotik und über die Herausforderung bei Hybridkabeln.

Hubertus Breier ist Vorstand für Technik und Innovation der Lapp Gruppe. (Bild:  Lapp)
Hubertus Breier ist Vorstand für Technik und Innovation der Lapp Gruppe.
(Bild: Lapp)

Herr Breier, welche Rolle spielt die Robotik bei Lapp?

Hubertus Breier: Für uns als Verbindungstechnologieanbieter ist das Anwendungsfeld Robotik deswegen spannend, weil es vielschichtig und sehr herausfordernd ist. Robotiklösungen werden in den verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt und spiegeln den kompletten Querschnitt der industriellen Automatisierungslösungen wider. Sie werden oft in Bereichen eingesetzt, wo es für den Menschen zu gefährlich ist oder außerhalb deren Leistungsbereich gearbeitet werden muss. Das sind Anwendungen mit hohen technischen Anforderungen an die Komponenten, z.B. in Richtung Lebensdauer, Belastung und Umweltverträglichkeit. Bei humanoiden Robotersystemen, die das menschliche Arbeiten spiegeln, müssen die Energieleitungs- und Datensysteme bis in die Extremitäten bzw. Endeffektoren reichen. Das heißt, die Leitungssysteme überbrücken mehrere Gelenke - das ist wie beim Menschen mit Nervenbahnen und Muskeln.