Automatica 2018

Das Motto von Sigmatek: „Go for the goal 4.0“

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Die flexible CPU CP 731 eignet sich für komplexe Automatisierungsaufgaben.
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Die flexible CPU CP 731 eignet sich für komplexe Automatisierungsaufgaben. (Bild: Sigmatek)

Sigmatek präsentiert auf der Automatica 2018 in München verschiedene Neuigkeiten. Dazu zählen beispielsweise die leistungsstarke und flexible CPU-Einheit CP 731, die den parallelen Betrieb von zwei Echtzeit-Ethernet VARAN-Managern mit unterschiedlichen Taktzeiten und individueller Zuordnung von Tasks gestattet.

Weiterhin stellt das Unternehmen das Pixel-LED Modul PL 221, welches zahlreiche Möglichkeiten zur übersichtlichen Darstellung von Systemprozessen bietet, sowie den PC 521, der sämtliche relevanten Daten aus Systemen auslesen und je nach Wunsch als lokaler Speicher oder IoT-Gateway zur Cloud agieren kann, vor.

Flexible Automatisierungspower für die Hutschiene: CP 731

Die CPU-Einheit CP 731 mit einem leistungsstarken Intel Atom E3827 Dual-Core-Prozessor eignet sich für komplexe Steuerungs-, Regelungs- und Motion-Control-Aufgaben. Aufgrund der geringen Verlustleistung ist ein Betrieb ohne Lüfter möglich.

Im Standard integriert sind ein interner 512 kByte SRAM, 2 GByte DDR3L Arbeitsspeicher sowie eine microSD Karte (1 GByte). Zahlreiche Schnittstellen wie 2x Ethernet, 2x VARAN, 1x CAN, 1x USB 3.0 und 1x USB 2.0 (Micro-USB Typ B) sind leicht zugänglich angeordnet.

Viel Flexibilität für Applikationstasks bietet die CP 731 mit den Maßen 40,2 x 147,7 x 193,6 mm (B x H x T) durch zwei Echtzeit-Ethernet VARAN-Manager, die parallel betrieben werden können. Somit lässt sich bei anspruchsvollen Automatisierungsaufgaben die Buslast individuell auf zwei Stränge verteilen, wodurch eine schnellere Abarbeitung erreicht wird. Es sind sogar unterschiedliche Taktzeiten möglich. Der Anwender kann einzelne Applikationsteile via Software gezielt einem Core und einem VARAN-Manager zuweisen.

Eine Kombination bildet die Hutschienen-CPU-Einheit mit dem S-Dias System, dessen hochkompakte I/O-Module direkt über die seitliche Bus-Schnittstelle angeschlossen werden können.

Das OPC UA Protokoll bietet plattformunabhängige Kommunikation zwischen CP 731 und außenliegenden Teilnehmern. Darüber hinaus stehen Echtzeituhr, zwei Temperatursensoren (CPU und Schnittstellen) sowie LEDs zum Ablesen des aktuellen CPU-Status direkt am Gerät zur Verfügung. Die Projektierung und Programmierung erfolgt mit dem Engineering Tool Lasal.

Mit LED-Modul den Maschinenstatus visualisieren: PL 221

Mit dem Pixel-LED-Modul kommt Farbe und Helligkeit in den Produktionsprozess und es soll die Maschine optisch aufwerten. Zwei bunte sowie zwei dimmbare weiße Leuchtdioden-Streifen lassen sich individuell ansteuern. Das ermöglicht sowohl eine visuelle Darstellung von Prozessen und Maschinenzuständen als auch eine genau abgestimmte Ausleuchtung.

Beide RGB-Leuchtbänder mit jeweils maximal 512 Pixel-LEDs eröffnen zahlreiche farbliche Leuchteffekte, beispielsweise um den Materialfluss zu visualisieren oder Störmeldungen schnell abzulesen. Zur Versorgung liegt eine +5 V Spannung an. Per Applikationssoftware ist die Datenbreite der Leuchtdioden direkt aus der SPS in vier Stufen bis zu 24 bit (8 bit rot/grün/blau) steuerbar.

Die weißen, dimmbaren LED-Stränge können auch an engen Stellen platzsparend angebracht werden, etwa in Maschinen-Innenräumen. Eine Helligkeitssteuerung durch Pulsweitenmodulation (Pulsbreite 0 bis 100 Prozent, Änderung in 1-Prozent-Schritten) gestattet eine exakt abgestimmte Ausleuchtung bei einem frei wählbaren PWM-Frequenzbereich von 100 Hz bis 2 kHz. Der Betrieb erfolgt mit einer +24 V Spannung, der maximale Summenstrom beträgt 4 A.

Alle vier LED-Streifen sind gegen Kurzschluss und Überlast geschützt, die externe +24 V Spannungsversorgung wird vom PL 221 auf Unterspannung überwacht.

Außen kompakt, innen viel Platz für Daten: PC 521

Ganz im Sinne von Industrie 4.0 kann der PC 521 umfangreiche Daten und Parameter aus Maschinenanlagen abfragen und lokal speichern, ohne dabei den laufenden Betrieb zu beeinflussen. Optional ermöglicht der kompakte Rechner als IoT-Gateway eine effiziente Verbindung zu MES-, Fog- und Cloud-Lösungen.

Ausgestattet mit einer 4-Kern-CPU (4 x 2,0 GHz), greift der PC aktiv Daten in der Maschine oder Anlage ab und speichert alle Informationen lokal auf der SSD ab. Bis zu 8 GB DDR RAM sorgen für ausreichenden Puffer zur Abarbeitung großer Datenmengen.

Die Anbindung an eine Cloud-Plattform, wie beispielsweise Microsoft Azure, kann mit dem PC 521 realisiert werden. In diesem Fall erlaubt der Rechner mittels Edge Computing alle Daten nach individuellen Vorgaben zu filtern, um nur relevante Informationen an die Cloud weiterzuleiten. Das minimiert zu übertragende Datenmengen – und somit Kosten – und sichert einen effizienten Betrieb.

Im Standard wird der PC mit Windows 10 IoT als Betriebssystem geliefert. Die zahlreichen Schnittstellen machen den PC 521 universell einsetzbar: 4x Ethernet, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x VGA, 1x Audio sowie 1x HDMI sind für einen leichten Zugang an seiner Vorderseite angebracht.

Mit seinen äußerst kompakten Abmessungen von 72,2 x 195 x 112,6 mm, (B x H x T) findet der PC praktisch in jedem Schaltschrank Platz.

Automatica: Halle B6, Stand 306

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