Industrie 4.0

„Das Netzwerk wird zur entscheidenden Komponente“

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Infrastruktur der Industrie-4.0-Fertigung in der Definitionsphase

Wie wird also die Infrastruktur der Industrie-4.0-Fertigung aussehen? „Die Infrastruktur der Smart Factory befindet sich in der Definitionsphase“, sagt der Fachmann. Sowohl für die IT als auch für die Automatisierung kommt Ethernet zum Einsatz. Im Office-Gebäude besteht dazu eine anwendungsneutrale Verkabelung nach ISO/IEC 11801. Diese Norm beschreibt, wie eine passive Netzwerkinfrastruktur aufzubauen ist.

Überträgt man diese Betrachtung auf die Produktionsanlage, so sollen unterschiedliche Module in das Netzwerk integriert werden. Dazu müssen alle Lebensadern der Industrie berücksichtigt werden. Huhmann nennt welche das sind: die Kommunikation, die 400 Volt Power, Druckluft, Hilfsenergien und weitere Signale. „Die benötigten Verbindungen sind also mannigfaltig und ein einfaches Plug-and-Produce wird erst dann möglich, wenn diese in eine Schnittstelle, einen Steckverbinder integriert werden.“

Steckverbinder für alle Lebensadern

Harting stellt mit dem Han-Modular hier durch den modularen Aufbau alle Lebensadern zur Verfügung. Mit der Standardisierung der Modulschnittstelle ist bereits ein entscheidender Schritt gemacht. Doch zum Aufbau einer Infrastruktur gehört mehr. Andreas Huhmann: „Im Falle der industriellen Produktion muss die Modulschnittstelle unterschiedlichste Funktionen bieten, damit ein einfacher und vor allen Dingen sicherer Betrieb möglich wird. Neben der Modulanschluss-Schnittstelle sind das das Management respektive die Diagnose, das Identifizieren der Module, Energiemessung und Energie-Schalten, eine Absicherung der 400 Volt sowie Safety und Kommunikation in Echtzeit. Diese Funktionen können durch aktive Netzwerkkomponenten sichergestellt werden.“

Harting treibt die Entwicklung dieser Industrie 4.0 Infrastruktur-Komponenten intensiv voran. Seine Smart Power Network Unit führt etwa das Thema der Administration von Kommunikation und Power zusammen. Diese Infrastrukturkomponente unterstützt mit der Linie und dem Ring die industrietypischen Topologien und spannt so eine Infrastruktur auf, die den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Fertigungsmodule ermöglicht.

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