Batterieladetechnologie

Das richtige Batterie-Management ist deutlich wirtschaftlicher

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Batterie-Überwachung verlängert die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit

Die Messungen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen, die das Überwachungs-System in der Folge einleitet, sorgen ganz entscheidend für die Optimierung der Leistungsfähigkeit und die Verlängerung der Batterie-Lebensdauer:

Sinkt zum Beispiel die Batteriespannung unter den einstellbaren Schwellwert 40 V, wird das Fahrzeug via Leitsteuerung zum Nachladen an die automatische Ladestation geschickt.

Zudem sorgt das BÜS dafür, dass die Spannung pro Zelle 1,55 V nicht übersteigt, denn sonst käme es zu einer ungewünscht hohen Gasung und damit zu vermehrtem Wasserverbrauch. Das aber würde die Lebensdauer deutlich verkürzen.

Wenn doch einmal Wasser nachgefüllt werden muss – das geschieht bei Daimler wegen der geringen Gasung erst nach etwa drei Jahren – lässt sich das komfortabel mit dem EVM-Füllsystem auf einem Wasser-Befüllwagen, das auf Gegendruck-Basis arbeitet, in rund drei Minuten erledigen.

Schließlich sorgt der Lüfter des Batterie-Überwachungs-Systems bei Bedarf für die erforderliche Kühlung. Die Energie pro Zeiteinheit, die dieser Lüfter verbraucht, beträgt 9 W, fällt also kaum ins Gewicht.

BÜS-Firmware speichert alle Daten

Alle Aktivitäten des BÜS, das die komplette Kontrolle über das „Leben“ der Batterie übernimmt, werden mithilfe der BÜS-Firmware in Form von Daten protokolliert, gespeichert und über Funk an die FTS-Leitsteuerung von Eisenmann übermittelt. Auf diese Weise lassen sich die relevanten Daten auf Bildschirmen grafisch darstellen und somit etwaige Fehler im System feststellen.

Beim Tausch einer Batterie, etwa von einem Fahrzeug in ein anderes, zeigt sich der große Vorteil des BÜS-Einbaus in den Batterietrog, da alle batteriespezifischen Daten mit dem Energiespender „verheiratet“ bleiben.

Batteriespezifische Parameter jederzeit einstellbar

Mit der neuesten BÜS-Software, die Daimler jüngst installiert hat, sind die Mitarbeiter in der Lage, auch einzelne batteriespezifische Parameter wie zum Beispiel Temperaturvorgaben für die Lüftersteuerung zu ändern - selbst während der Fahrt der Fahrzeuge. Da das Überwachungs-System über eine eigene CPU verfügt, ist die der Leitsteuerung untergeordnete Fahrzeugsteuerung, die alle Aktionen im fahrerlosen Fahrzeug koordiniert, von Aufgaben im Zusammenhang mit dem Batteriemanagement entlastet.

Energie-Managementsystem läuft seit Jahren nahezu störungsfrei

Mit dem fahrerlosen Transportsystem für Pressteile ist man in Sindelfingen sichtlich zufrieden. Nicht nur, dass einige Fahrzeuge mit rund 50.000 gefahrenen Kilometern mehr als einmal die Erde umrundet haben, auch das EVM-Energie-Managementsystem arbeitet im Sinne der Betreiber, denn es sorgt seit vielen Jahren nahezu störungsfrei für eine längere Batterielebensdauer und damit für mehr Wirtschaftlichkeit. Denn eins ist sicher: Die Fahrzeuge können technisch noch so hochwertig konstruiert sein, ohne Energie stehen auch sie still.

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