ERP-Software

Das sind die ERP-Trends 2017

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5. Mit Business Intelligence im ERP auch große Datenmengen analysieren

Laut der VDMA-Befragung steht die Analyse großer Datenmengen (Big Data Analytics) im Zusammenhang mit Industrie 4.0 im deutschen Mittelstand erst am Anfang und wird aktuell lediglich von 16 % der befragten Unternehmen aktiv betrieben. Trotzdem hat das Thema Business Intelligence (BI) für jeden zweiten Maschinenbauer bereits heute schon eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung. Vorreiter mit einem Einsatzanteil von 10 % sind der Service und die Instandhaltung. Auf den weiteren Plätzen folgen Produktion (8 %) und Logistik (4 %). „Der heute vergleichsweise noch geringe Anwendungsanteil wird in den kommenden zwei Jahren deutlich ansteigen, rund ein Viertel der Befragten plant bis 2018 entsprechende Einführungen“, heißt es in der Studie.

6. Die Integration von CRM und ERP schreitet weiter voran

Etwa ein Drittel der für eine internationale Studie der Marktforscher von IDC befragten Mittelständler in Deutschland setzt heute sowohl ERP-Lösungen als auch Systeme für das Customer Relationship Management (CRM) ein. Deren Kopplung bringt zahlreiche Vorteile: Von der durchgängigen und effizienteren Gestaltung von Prozessen bis hin zur Vermeidung von Redundanzen durch doppelte Datenpflege. Denn auch der Vertrieb benötigt heute aktuelle Informationen zu möglichen Produktvarianten, Lieferzeiten oder Serviceleistungen.

Ein in das ERP-System integriertes CRM-Modul ermöglicht eine 360-Grad-Sicht auf die Kunden und Interessenten und unterstützt so deren individuelle Betreuung vom Angebot bis zum After-Sales-Service. Als zentrale Plattform stellt das ERP-System allen Abteilungen konsistente Informationen in Echtzeit für ein systematisches Kundenbeziehungsmanagement zur Verfügung. Umfassende CRM-Funktionalitäten, darunter Marketingaktionen oder die Kontakt- und Verkaufschancenverwaltung, bringen Effizienz in die Abläufe. Anhand von Wettbewerbsinformationen, Forecasts und Vertriebscontrolling lassen sich so sämtliche Kundenbeziehungen mit Weitsicht steuern.

7. Das Internet der Dinge stellt neue Anforderungen an das ERP

Das „Internet of of Things“ (IoT) ist ein integraler Bestandteil vieler Industrie 4.0-Projekte. Dadurch ist die Fertigungsbranche unter allen Wirtschaftszweigen auf diesem Gebiet in Deutschland der Vorreiter. Laut der Studie „Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge” der Universität Potsdam haben bereits 15 % der befragten Unternehmen IoT-Anwendungen zur Effizienzsteigerung in ihre bestehenden Prozesse integriert. Hauptanwendungsbereich ist dabei die Prozessüberwachung, hier sind 39 % der Betriebe schon mit konkreten Projekten unterwegs.

Die für die Umsetzung erforderliche Hardware wie Strichcodes, Sensoren und RFID-Chips sind inzwischen längst kein Kostenfaktor mehr. Dies wird die weitere Entwicklung des Internet der Dinge in den nächsten Jahren beschleunigen. Die große Herausforderung besteht allerdings in der korrekten Erfassung und Analyse der anfallenden Daten, damit sie in Lieferketten- und Fertigungsprozessen produktiv genutzt werden können. Proalpha etwa nutzt die Integration Workbench (INWB) zur Interaktion mit den zahlreichen Datenquellen und sorgt mit dieser einfach zu konfigurierenden Schnittstelle für durchgängige Prozesse über Systemgrenzen hinweg.

8. Anbindung von Lieferanten und Kunden über ein Web-Portal

Industrie 4.0 macht nicht an den eigenen Unternehmensgrenzen halt. „Vernetzt sind neben den Abläufen in der eigenen Fabrik auch die Partner und Zulieferer sowie idealerweise die Kunden“, heißt es in der aktuellen Studie „Digitale Transformation der Fertigungsindustrie“ des Beratungsunternehmens KPMG. Gelinge es Strukturen zu schaffen, die einen permanenten Austausch ermöglichen, entstehe ein umfassendes System, das Mensch, Maschine und das gesamte zugehörige Umfeld vollständig integriert – ein sogenanntes Wertschöpfungsnetzwerk.

Auch hier übernimmt das ERP-System eine Schlüsselrolle. So lassen sich Kunden, Lieferanten, Vertreter und auch eigene Mitarbeiter ganz einfach über einen Web-Browser an die Software anbinden. Mit den Web-Portalen, die vollständig ins ERP-System integriert sind, geht das völlig unabhängig von Endgerät, Plattform und Standort. Jeder berechtigte Nutzer kann darüber in Echtzeit online auf für ihn bestimmte Daten aus der ERP-Komplettlösung zugreifen und erhält dabei nur die Informationen, die er für seine Arbeit benötigt.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesternportal MM Maschinenmarkt.

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