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Berufliche Vorsätze 2017 Das wollen Arbeitnehmer im neuen Jahr

| Redakteur: Katharina Juschkat

Mit dem Jahreswechsel kommen die Vorsätze – doch nicht nur privat nehmen sich die Menschen neue Ziele vor, auch beruflich wollen sich viele verändern. Eine Umfrage zeigt die erstaunlichen Unterschiede zwischen Arbeitnehmern in den verschiedenen Bundesländern.

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Mehr Geld, Beförderung oder mehr Zeit mit der Familie: Das wollen die Arbeitnehmer für das neue Jahr.
Mehr Geld, Beförderung oder mehr Zeit mit der Familie: Das wollen die Arbeitnehmer für das neue Jahr.
(Bild: gemeinfrei, pixabay.com / CC0 )

Der Jahreswechsel löst in vielen Köpfen das Bedürfnis nach Veränderungen aus. Zu keinem anderen Zeitpunkt ist die Motivation für Veränderungen höher. Auch im Job werden jetzt die Vorsätze für das kommende Jahr gefasst. Ob sich größeres Fachwissen aneignen (65 %), mehr Gehalt einfordern (40 %), befördert werden (23 %), die Arbeit lockerer sehen (48%) oder das Privatleben mehr in den Vordergrund stellen (40 %) – fast alle Arbeitnehmer in Deutschland haben Vorsätze für das nächste Job-Jahr. Eine repräsentative Umfrage von TSN Emnid erfragte im Auftrag des Personaldienstleisters Adecco Ende 2016, welche beruflichen Vorsätze für das nächste Jahr wichtig sind.

Berliner wollen Fachwissen vergrößern, Schleswig-Holsteiner mehr Geld

Der Bundesländervergleich ergibt große Unterschiede: Befragte aus Schleswig-Holstein schauen im nächsten Jahr besonders deutlich auf den Lohnzettel: 64 % geben an, dass sie 2017 mehr Gehalt einfordern werden. Dagegen wollen sich nur 12 % der Bremer und 39 % der Bayern im kommenden Jahr für mehr Lohn engagieren. Besonders großen Wert auf die Vergrößerung ihrer fachlichen Kompetenz möchten die Berliner legen, was den Bremern weniger wichtig war. Schlusslicht sind die Bremer auch, wenn es darum geht, 2017 die Arbeit lockerer zu sehen. Hier führt Mecklenburg-Vorpommern mit 72 % an.

Vor allem in Schleswig-Holstein wollen Arbeitgeber befördert werden (36 %), in Thüringen (6 %) und Bremen (3 %) ist der Wunsch eher klein. Große Unterschiede gibt es auch, wenn es darum geht, das Privatleben in den Vordergrund zu stellen: Mecklenburg-Vorpommern führt mit 61 % den Bundesländervergleich an. In Brandenburg möchten hingegen nur 25 %, in Bayern 39 % den Fokus auf das Privatleben legen.

Unterschiede der Generationen

Doch nicht nur die Bundesländer, auch die Generationen unterscheiden sich deutlich in ihren beruflichen Vorsätzen: Obwohl in Zeiten des demographischen Wandels und der Digitalisierung der Begriff des „lebenslangen Lernens“ die öffentliche Diskussion bestimmt, wollen nur 33 % der über 60-jährigen ihr Fachwissen weiter vergrößern. Bei den 30- bis 39-jährigen sind es 71 %, bei den 14- bis 29-jährigen gar 81 %.

Auch bei den Beförderungen ist der Unterschied groß: Wollen 38 % der 14- bis 29-jährigen den nächsten Karriereschritt machen, sind es bei den Ü-60-Arbeitnehmern nur noch 5 %. Anders sieht es aus, wenn es darum geht, die Arbeit zukünftig lockerer zu sehen: 54 % der über 60-jährigen möchten das eigene Berufsleben entspannter gestalten. Dem gegenüber haben nur 33 % der 14- bis 29-jährigen diesen Vorsatz für 2017.

Methodik der Umfrage

Zwischen dem 19. November und 8. Dezember 2016 wurden 2017 Berufstätige in Deutschland befragt, welche Vorsätze sie für Ihren Beruf für das Jahr 2017 haben. Die Befragten durften aus mehreren vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auswählen. Mehrfachnennungen waren möglich. Bei Interesse können die vollständigen Ergebnisse der Umfrage inklusive der individuellen Daten aller Bundesländer bei Adecco angefragt werden. (kj)

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