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Augmented Reality

Datenbrille vereinfacht den Service an Windenergieanlagen

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Assistenzsystem für WEA-Industrie, später auch für andere Branchen

Leicht ist die Brille, sie drückt nicht auf der Nase, schränkt das Gesichtsfeld nicht ein, und sie passt unter jeden Helm. Sobald der Techniker die WEA betreten hat, setzt er die Brille auf. Sie hilft ihm bei der Orientierung in der WEA, liefert ihm die Arbeitsanweisungen und übernimmt die Dokumentation seiner Arbeiten. Zu jeder WEA muss über ihre Lebenszeit eine Vielzahl an Daten genauestens festgehalten und die Datensicherheit gewährleistet werden. Auch dabei wird die Datenbrille helfen. Der Techniker hat die Hände frei für seine Arbeit, muss nicht mehr in Handbüchern blättern und keine Berichte mehr fertigen. So kann er seine Arbeitsaufträge schneller und effizienter abarbeiten als bisher und sie zeitgleich auch noch dokumentieren.

Durch eine halbtransparente 3D-Datenbrille sehen deren Trägerinnen und Träger ganz normal alles Reale vor sich. Zudem liefert die Brille über den Objekten positioniert ergänzend eine hilfreiche Arbeitsansicht und unterstützende Daten. Darüber hinaus registriert die Brille per Kamera auch das, worauf ihr Träger seinen Blick richtet. Möglich wird das alles durch neueste Technik und eine höchst komplexe, dahinterliegende Software. Zunächst wird das System nur den WEA-Servicetechnikerinnen und -technikern wertvolle Dienste leisten, aber eine Übertragbarkeit auf andere Branchen, so BIBA-Projektleiter Moritz Quandt, sei möglich. Das System werde kompatibel sein mit unterschiedlichen AR-Brillen auch der nächsten Generation.

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Unterstützung auch durch das Computer Vision Lab des BIBA

Die Herausforderungen in dem Projekt bestehen in der Indoor-Navigation (AnyMotion), der Visualisierung, dem Erfassen und Liefern von Instandhaltungsanweisungen und -tätigkeiten sowie der Objekterkennung (BIBA) und zudem im Management der großen Datenmengen (COMback).

In das Projekt fließen die langjährigen Erfahrungen und Forschungserkenntnisse des BIBA zur 3D-Objekterkennung ein. So nutzt das Institut für dieses Forschungsprojekt auch sein Computer Vision Lab (VisionLab). Es beschäftigt sich mit Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz für Produktion und Logistik, und es unterstützt den direkten Transfer von der Forschung in die Praxis. Themen des VisionLab sind unter anderem die 3D-Objekterkennung, die Qualitätskontrolle in der Produktion und die Mensch-Maschine-Interaktion, die in Zeiten von Industrie 4.0 stetig an Bedeutung gewinnen.

„Über das Projekt bekommen wir einen direkten Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen“, sagt AnyMotion-Geschäftsführer Frank Bischoff. Er freut sich: „In dieser F&E-Kooperation kommen nicht nur langjährige industrielle Erfahrung und Wissenschaft zusammen, sondern es entstehen neue Impulse, und aus der wissenschaftlichen Theorie werden kurzfristig praktische Lösungen.“

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