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Den Antrieb neu denken: Kombis sind gefragt

| Redakteur: Karin Pfeiffer

Lassen sich Verbrennungsmotor, E-Maschine und Getriebe noch unabhängig betrachten? Nach Meinung vieler Experten funktioniert das nicht mehr. Beim ersten IAV-Antriebsstrangsymposium in Berlin beschäftigte sie sich vor allem mit grundsätzlichen Zukunftsfragen.

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf dem Berliner Antriebssymposium Ende November im Ewerk in Berlin (v.l.n.r.): Kurt Blumenröder (IAV), Stephan Stollenwerk (innogy), Martin Schmied (Umweltbundesamt), Thorsten Herdan (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Prof. Anders Levermann (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), Moderation: Johannes Winterhagen
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf dem Berliner Antriebssymposium Ende November im Ewerk in Berlin (v.l.n.r.): Kurt Blumenröder (IAV), Stephan Stollenwerk (innogy), Martin Schmied (Umweltbundesamt), Thorsten Herdan (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Prof. Anders Levermann (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), Moderation: Johannes Winterhagen
(Bild: IAV)

Der Blick aufs große Ganze statt auf Detailfragen: So könnte man die Idee hinter dem neuen IAV-Antriebsstrangsymposium wohl auf den Punkt bringen. „Wir müssen die Auslegung des Antriebsstranges völlig neu denken“, sagt Tagungsleiter Matthias Kratzsch, Bereichsleiter Development Powertrain bei IAV. „Eine andere Herangehensweise ist im Zeitalter von Hybridisierung und E-Mobilität auch gar nicht mehr möglich, wenn wir zu optimalen Lösungen kommen wollen.“ So lässt sich beispielsweise die Entwicklung von Verbrennungsmotor, E-Maschine und Getriebe nicht mehr unabhängig voneinander betrachten – stattdessen sind Kombinationen gefragt, die teilweise zu völlig neuen Entwicklungsrichtungen führen.

Weitblick ist bei der Antriebsstrangentwicklung

Strategischer Weitblick ist bei der Antriebsstrangentwicklung ist dem IAV zufolge so wichtig wie nie zuvor. Deshalb hätten vor allem Führungskräfte von Automobilherstellern und -zulieferern an dem Symposium teilgenommen. Sie müssten viele Jahre in die Zukunft denken, um die Weichen in der Antriebsstrangentwicklung in einem höchst komplexen Umfeld richtig zu stellen.

Weil die Politik die Rahmenbedingungen für die Antriebsstrangentwickler setzt, startete die Veranstaltung mit Keynotes zu den Anforderungen, die Politik, Umwelt und Gesellschaft an die Automobilindustrie stellen. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Konsequenzen für die Antriebsstrangentwicklung. Es diskutierten Prof. Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Thorsten Herdan vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Martin Schmied vom Umweltbundesamt und Stephan Stollenwerk von Innogy gemeinsam mit Kurt Blumenröder, dem Sprecher der IAV-Geschäftsführung.

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