IPC

Der neue Weg zu modularen und IoT-fähigen Maschinen und Anlagen

| Autor / Redakteur: Stefan Ziegler* / Ines Stotz

C6015: Vielfach als IoT-Gateway im Einsatz

Neben dem Einsatz als typischer Steuerungsrechner für Automatisierungs- und Visualisierungsaufgaben verdankt der C6015 seinen Erfolg insbesondere IoT (Internet of Things)-Anwendungen. Konkret zeigt sich dies daran, dass ca. die Hälfte der bisher eingesetzten Rechner Kommunikationszwecken bei IoT-Lösungen dient. Dabei kann es sich um das reine Sammeln, Aufbereiten und Bereitstellen von Prozessdaten handeln oder aber um die komplexeren Aufgaben eines IoT-Gateway. Hier unterstreicht zudem die Microsoft-Azure-Zertifizierung des C6015, dass sich das Gerät für Industrie-4.0-Anwendungen eignet.

Gerade auch bei Bestandsanlagen erweist sich der Ultra-Kompakt-IPC C6015 als prädestiniert für solche Kommunikationsaufgaben. So lassen sich beispielsweise vorhandene Maschinen durch seinen Einsatz – je nach Bedarf als IoT-Gateway oder reiner Datensammler – ohne großen Aufwand mit zusätzlicher IoT-Fähigkeit ausstatten und auf diese Weise entsprechend zukünftiger Kommunikationsanforderungen aufrüsten.

C6030: Erfolgreiches Konzept kombiniert mit Highend-Rechenleistung

Beckhoff baut die Familie dieser ultrakompakten, universellen und flexibel montierbaren Industrie-PCs kontinuierlich aus. So wurde sie zur SPS IPC Drives 2017 um den C6030 als Highend-Variante mit Prozessoren der höchsten Leistungsklasse erweitert. Denn das mit dem C6015 eingeführte Konzept hat schnell auch bei Automatisierungs-, Visualisierungs- und Kommunikationsanwendungen überzeugt, die über den mittleren Performancebereich hinausgehen.

Der ebenfalls Microsoft-Azure-zertifizierte C6030 setzt das vom C6015 bekannte Gerätekonzept um. Neben den Intel-2-Kern-CPUs Celeron und Pentium werden hier konsequent die Intel-Core-i-Prozessoren der 6. und 7. Generation mit bis zu vier Kernen integriert. Möglich wurde dies u. a. durch ein neu konzipiertes Kühlkonzept, basierend auf einem langlebigen, doppelt kugelgelagerten, drehzahlüberwachten und geregelten Lüfter. Der Rechner baut mit 132 x 132 x 67 mm nahezu um den Faktor 2 kompakter als der vergleichbare Schaltschrank-PC C6930 und bietet schon in der Grundausstattung mehr Schnittstellen als dieser – On-Board-Ethernet-Adapter mit 4 x 100/1000Base-T-Anschluss, vier USB-3.0-Ports, zwei DisplayPort-Anschlüsse. Integriert sind auch zwei leicht zugängliche Slots für M.2-SSD-Speicher (inkl. RAID). Zudem ergibt sich je nach Ausstattung eine Preisersparnis von bis zu 34 % gegenüber den vergleichbaren IPCs der C69xx-Serie.

Mit Prozessoren bis hin zum Intel Core i7 mit vier Kernen à 3,6 GHz oder dem Core i3 mit zwei Kernen à 3,9 GHz bietet der C6030 auf diesem kompakten Bauraum eine bisher wohl unerreichte Rechenleistung. Auf diese Weise steht das erfolgreiche Konzept der Ultra-Kompakt-IPCs auch bei sehr großen und komplexen Maschinen, CNC- oder XTS-Applikationen, umfangreichen Achssteuerungen, aufwändigen HMI-Applikationen oder bei extrem kurzen Zykluszeiten und großvolumigem Datenhandling zur Verfügung. Bei Bestandsanlagen eignet er sich über das reine Nachrüsten hinaus insbesondere als leistungsfähiger Ersatz der bisherigen Steuerungsplattform. Mit seiner hohen Performance erledigt er dann problemlos die komplette Maschinenautomatisierung und -visualisierung sowie alle IoT-Aufgaben. Dabei profitiert der Anwender wie schon beim C6015 vom äußerst flexiblen Montagekonzept mit vertikaler und horizontaler Rückwandbefestigung und freier Positionierung im Montagerahmen.

* Stefan Ziegler, Marketing Communications, Beckhoff Automation

Ergänzendes zum Thema
 
Interview mit Roland van Mark zu konkreten Anwendungen: „Hannover Messe 2018 – die Ultra-Kompakt-IPC-Familie wächst weiter.“

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