Frauhofer IPA

Der Praxistest - Serviceroboters im Altenheim

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Während der Testphase wurde der Roboter an drei aufeinandererfolgenden Tagen vormittags und nachmittags jeweils für ein bis zwei Stunden eingesetzt. Berührungsängsten mit dem Roboter gab es - wie schon während der ersten Praxisevaluierung - nicht. „Die Bewohner haben Care-O-bot neugierig begutachtet und fanden es spannend, ihm bei der Arbeit zuzusehen. Auf der Demenzstation haben einige Bewohner der Roboter sogar richtig ins Herz geschlossen“, berichtet Jacobs. Auch die Pflegekräfte können sich gut vorstellen, in Zukunft mit einem Serviceroboter zusammenzuarbeiten.

Die Entwicklung des Care-O-bot wird am Fraunhofer IPA auch über das Projektende von WiMi-Care hinaus fortgesetzt. Im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte werden insbesondere die Fähigkeiten des Roboters zur Unterstützung älterer Personen im häuslichen Umfeld kontinuierlich erweitert und erprobt. Das von der EU geförderte Projekt SRS (Multi-Role Shadow Robotic System for Independent Living) nutzt dabei die Möglichkeit, den Roboter über Angehörige fernzusteuern, um so dessen Einsatzfelder zu erweitern. Damit die Veränderung zwischen Mensch und Roboter auch in einer intuitiven und sozial verträglichen Weise erfolgt, sollen im EU-Projekt Accompany (Acceptable robotiCs COMPanions for AgeiNg Years) neue Schnittstellen und Komponenten zur Benutzerinteraktion entwickelt werden. Auch in diesen beiden Projekten sind umfangreiche Praxistests geplant, um den Roboter ständig entsprechend der Anforderung der Nutzer weiterentwickeln zu können.

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Dienstleistungskonzept der Zukunft

Doch es genügt nicht, nur den Roboter allein zu betrachten. „Um die Robotertechnologie in echten Applikationen zu überführen, wird es in Zukunft insbesondere wichtig sein, den Roboter nicht als einzelnes System zu betrachten, sonders als Teil eines Gesamtszenarios, eingebettet in den umfassendes Dienstleistungskonzept“, erläutert Ulrich Reiser, der am Fraunhofer IPA die Entwicklung von Care-O-bot koordiniert. Im vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten ProjektTech4P werden deshalb Strategien entwickelt, wie personenbezogene Dienstleistungen durch den Einsatz von Robotertechnologien unterstützt werden können. „Die Gesamtsicht schließt unter anderem die Möglichkeit mit ein, dass die Roboter gezielt an eine spezielle Applikation angepasst werden“, sagt Reiser weiter. „Nichtdestotrotz ist der alltagstaugliche Alleskönner weiterhin unser ultimatives Entwicklungsziel.“

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