Suchen

Servicerobotik Der Roboter von morgen bringt rote Rosen

| Redakteur: Reinhard Kluger

Er gilt als ein Gentleman aus dem Baukasten und hat seine öffentliche Weltpremiere auf den Schunk Expert Days: Der Service Roboter Care-O-bot 4 kann feinfühlig greifen.

Firma zum Thema

Freundlich und sympathisch. Unsichtbar, wenn man ihn nicht braucht. Tag und Nacht auf Abruf. Der Butler von morgen heißt „Care-O-bot 4“, wurde vom Fraunhofer IPA in Stuttgart entwickelt und feiert auf den SCHUNK Expert Days on Service Robotics seine öffentliche Weltpremiere.
Freundlich und sympathisch. Unsichtbar, wenn man ihn nicht braucht. Tag und Nacht auf Abruf. Der Butler von morgen heißt „Care-O-bot 4“, wurde vom Fraunhofer IPA in Stuttgart entwickelt und feiert auf den SCHUNK Expert Days on Service Robotics seine öffentliche Weltpremiere.
(Fraunhofer IPA/ Foto: Rainer Bez)

Freundlich und sympathisch. Unsichtbar, wenn man ihn nicht braucht. Tag und Nacht auf Abruf. Der Butler von morgen heißt „Care-O-bot 4“, wurde vom Fraunhofer IPA in Stuttgart entwickelt und feiert auf den Schunk Expert Days on Service Robotics seine öffentliche Weltpremiere. Modular aufgebaut ermöglicht Care-O-bot 4 unterschiedlichste Konfigurationen und vielfältige Einsatzszenarien.

„Mit seinem hohen Standardisierungsgrad ist Care-O-bot 4 ein Meilenstein im Bereich der mobil einsetzbaren Serviceroboter“, unterstreicht Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH & CO. KG aus Lauffen am Neckar. Sowohl die Armgelenke als auch die 1-Finger-Hand des Care-O-bot 4 stammen aus dem standardisierten Modulprogramm für mobile Greifsysteme von Schunk. „Da Servicerobotiklösungen in der Regel mobil eingesetzt werden, müssen die Komponenten leicht, kompakt und energieeffizient sein“, so Schunk weiter. „Genau für solche Einsätze in der Servicerobotik sind die mobilen Greifsysteme von Schunk konzipiert. Die Komponenten lassen sich in industriellen Anwendungen ebenso einsetzen wie in Mess- und Prüfapplikationen oder in Assistenzsystemen, die Menschen im Alltag unterstützen.“

Bildergalerie

Agil, modular und kosteneffizient

Während bei den Vorgängern des Care-O-bot® 4 noch Grundlagen wie Objekterkennung oder sichere Navigation im Vordergrund standen, ist jetzt ein wichtiger Schritt in Richtung Kommerzialisierung gelungen. „Die vierte Care-O-bot®-Generation ist nicht nur agiler, vielseitiger und charmanter als seine Vorgänger, sondern zeichnet sich auch durch den Einsatz kostendämpfender Konstruktionsprinzipien aus“, sagt Projektleiter Ulrich Reiser, Gruppenleiter am Fraunhofer IPA. So besteht ein Großteil des inneren Aufbaus aus Blechfaltkonstruktionen, die bereits bei geringen Stückzahlen kostengünstig zu fertigen sind.

Kostenoptimierte Lösungen durch Modularität

Sein modulares Konzept erlaubt die unterschiedlichsten Konfigurationen. Beispielsweise kann man auf einen Arm verzichten oder sogar beide Arme weglassen. Standardisierte Schunk Powerball ERB Module werden als Armgelenke eingesetzt und ließen sich aufgrund ihrer kompakten Kugelform hervorragend integrieren. Die komplette Steuer- und Regelelektronik ist bei diesen Komponenten bereits in die Gelenkantriebe integriert. Position, Geschwindigkeit und Drehmoment sind flexibel regelbar. Da die Versorgungsleitungen für Greifer und Tools komplett im Inneren der Arme verlaufen, entfallen störende und fehleranfällige Kabel an der Peripherie. Dank integrierter Intelligenz, universellen Kommunikationsschnittstellen und Kabeltechnik für Datenübertragung und Spannungsversorgung können sie als einzelne Module oder komplett vorkonfiguriert als Schunk Powerball Lightweight Arm schnell und einfach in übergeordnete Einheiten, wie den Care-O-bot® 4, eingebunden werden. Einzigartig ist in diesem Zusammenhang auch die 24 V DC Versorgung, mit der es möglich ist, die Module auch unabhängig vom Stromnetz ortsveränderlich oder sogar komplett mobil per Akku zu betreiben. Konsequenter Leichtbau und Torquemotoren gewährleisten einen geringen Energieverbrauch. Das senkt die Energiekosten, zahlt sich bei Akkubetrieb in Form langer Laufzeiten aus und ermöglicht die Verwendung kleinformatiger Batterien.

(ID:43142812)