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Nachhaltigkeit

Deutsche denken bei „Nachhaltigkeit” primär ans Energiesparen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Eine Umfrage der Initiative Deutschlandsiegel zeigt, dass viele Deutsche den Begriff „Nachhaltigkeit” vor allem auf die ökonomischen Dimensionen beschränken. Dabei kann Nachhaltigkeit noch viel mehr bedeuten.

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( Bild: Initiative Deutschlandsiegel )

Die Deutschen verbinden mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ in erster Linie das Einsparen von Energie im Haushalt. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweit durchgeführte Umfrage der Initiative Deutschlandsiegel unter 1000 Verbrauchern. So gaben 32 % der Umfrageteilnehmer an, beim Begriff Nachhaltigkeit vornehmlich ans Stromsparen zu denken. Die Schonung natürlicher Ressourcen wurde mit 26 % am zweithäufigsten genannt, gefolgt von Umweltschutz mit 21 %. Lediglich 3 % aller Befragten assoziierten Nachhaltigkeit mit fairen Arbeitsbedingungen.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass sich das Begriffsverständnis der Umfrageteilnehmer überwiegend auf die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit beschränkt. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene können mit der Komplexität des Begriffs „Nachhaltigkeit“ nur wenig beziehungsweise gar nichts anfangen.

Nachhaltigkeit muss notwendiges Selbstverständnis sein

„Verantwortungsvolles Handeln ist besonders im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen kein Goodwill, sondern vielmehr ein notwendiges Selbstverständnis”, erläutert Sven Lilienström, Gründer der Initiative Deutschlandsiegel. „Politik und Wirtschaft sind gefordert, mit Aufklärungsarbeit und überzeugenden Konzepten Nachhaltigkeit als lebbares Selbstverständnis in den Alltag der Menschen zu integrieren. TV-Slogans wie ‚Und je mehr Energie wir verbrauchen, desto mehr sparen wir‘ sind hinsichtlich Ressourcenverknappung und voranschreitendem Klimawandel nicht hilfreich. Glücklicherweise scheint diese Werbebotschaft – zumindest laut unserem Umfrageergebnis – bisher nicht bei der breiten Masse der Konsumenten angekommen zu sein.“

  • Erhebungszeitraum: 30.04.2016 – 21.05.2016
  • Grundgesamtheit: Bundesbürger zwischen 15 und 75 Jahren
  • Stichprobengröße: n=1.000 Befragte
  • Erhebungsmethode: Primärerhebung durch persönliche Befragung in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München.

(kj)

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