Industrie Chinesische Unternehmen zwingen deutsche Robotikhersteller zum Umdenken

Quelle: Sandro Kipar 1 min Lesedauer

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Die deutsche Industrie steht in diesem Jahr vor großen Herausforderungen. Der Druck aus China könnte für viele Unternehmen jedoch auch eine Chance sein.

Dass deutsche Hersteller aktuell mehr Nachfrage aus dem Ausland als aus dem Inland bekommen, zeigt, dass die Produkte zumindest bei Funktion, Leistung und Qualität noch konkurrenzfähig sind, meint Nikolai Ensslen.(Bild:  Synapticon)
Dass deutsche Hersteller aktuell mehr Nachfrage aus dem Ausland als aus dem Inland bekommen, zeigt, dass die Produkte zumindest bei Funktion, Leistung und Qualität noch konkurrenzfähig sind, meint Nikolai Ensslen.
(Bild: Synapticon)

Die Stimmung bei den deutschen Robotikherstellern trübt sich ein. Das Wachstum geht zurück und die Konkurrenz aus China übt Druck auf den Markt aus. Die Probleme der Hersteller sind allerdings hausgemacht, meint Nikolai Ensslen, CEO und Gründer des schwäbischen Robotik-Spezialisten Synapticon laut einer Mitteilung des Unternehmens.

Ensslen sieht in Asien auch eine Chance für innovative deutsche Technologieanbieter. Mit ihnen könnten chinesische Unternehmen ihre Produkte auf ein höheres Level heben, denn besonders für den Export benötigen chinesische Roboter- und Maschinenbauer hochwertige und zertifizierte Komponenten, um in den internationalen Märkten überhaupt inhaltlich wettbewerbsfähig zu sein. Als Beispiel nennt der Geschäftsführer die anspruchsvolle Sicherheit von kollaborativen Robotern.

Schneller und mutiger investieren

„Anders als bei Consumer-Produkten, kommt es bei Investitionsgütern wie Robotern vor allem auch auf nachhaltige Zuverlässigkeit an, und hier haben die Chinesen noch nicht bewiesen, dass sie es ganz ohne den Einsatz von Technologie aus Europa und den USA hinbekommen“, sagt Ensslen. Der Vorteil chinesischer Hersteller sei jedoch ihre Schnelligkeit und dass sie wagemutiger investieren. Laut Ensslen profitieren sie von einem sehr lebhaften und potenten Markt an privaten Investoren, die schneller bereit sind, ein größeres Risiko einzugehen und große Beträge zur Verfügung zu stellen. Zudem liefern sich die verschiedenen Regionen in China einen für die Unternehmen attraktiven Wettbewerb um die besten Standortbedingungen, die auch mit Subventionen bzw. staatlichen Investments verknüpft sein können.

Mit Blick auf den heimischen Markt meint der Geschäftsführer, dass es an Geld in Deutschland und Europa nicht fehle. Allerdings werde es nicht eingesetzt. Wenn in Europa größere Summe fließen, seien immer ausländische Investoren beteiligt. Ensslen fordert daher, mit Ambition, Risikoagnostik und Innovationen bessere Lösungen anzubieten und diese mit gesunden Preisen zu honorieren.

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