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VDMA Deutsche Robotik und Automation drehen an der Rekordschraube

| Autor: Karin Pfeiffer

Ein Umsatz-Plus von sieben Prozent meldet der VDMA als Einstimmung auf die Messe Automatica für die deutsche Robotik- und Automationsbranche. Der Wachstumskurs soll sich fortsetzen.

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Einstimmung auf die Automatica: Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz skizzieren VDMA, Messe München und Fraunhofer IPA die Trends in der Robotik. Von links nach rechts im Bild: Martin Hägele (Fraunhofer IPA), Falk Senger (Messe München) , Dr. Norbert Stein (VDMA), Holger Paul (VDMA) und Patrick Schwarzkopf (VDMA).
Einstimmung auf die Automatica: Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz skizzieren VDMA, Messe München und Fraunhofer IPA die Trends in der Robotik. Von links nach rechts im Bild: Martin Hägele (Fraunhofer IPA), Falk Senger (Messe München) , Dr. Norbert Stein (VDMA), Holger Paul (VDMA) und Patrick Schwarzkopf (VDMA).
(Bild: Karin Pfeiffer)

"Mittlerweile sind wir bei 12,2 Mrd. Euro in der Robotik- und Automation angelangt", legte Dr. Norbert Stein, Vorstandsvorsitzender des VDMA Robotik + Automation die Messlatte für die Branche kürzlich noch ein Stück höher. "Das ist ein gewaltiges Wachstum." Mit einem Plus von sieben Prozent hat die Branche 2015 damit ein Rekord-Umsatzvolumen erzielt. Sie zeige sich erneut in einer ausgezeichneten Verfassung. "Der große weltweite Bedarf an Robotik, industrieller Bildverarbeitung und Assembly Solutions lässt unsere Branche optimistisch in die Zukunft blicken." Für 2016 prognostiziert der Verband zwei Prozent Wachstum und damit einen neuen Umsatzrekord von 12,5 Milliarden Euro.

Mit diesen positiven Zahlen stimmt der VDMA auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Messe München und dem Faunhofer IPA auf die Messe Automatica ein. Aufgeschlüsselt nach Regionen lagen die größten Umsatzerlöse im vergangenen Jahr mit 45 Prozent im deutschen Heimatmarkt, innerhalb Europas ohne Deutschland bei 24 Prozent. Der Exportanteil liegt damit inzwischen bei 55 Prozent. Nordamerika liegt mit neuen Prozent auf Rang zwei der Exportmärkte. China ist mit einem Umsatzanteil von elf Prozent der größte ausländischer Einzelmarkt. Noch läuft der Handelsweg eher in die eine Richtung. Informationen des VDMA zufolge setzen chinesische Roboter ihre Hersteller zu nahezu 100 Prozent auf dem eigenen Markt ab. Und so kommen laut Messegeschäftsführer Falk Senger in diesem Jahr zwar noch nicht viele Aussteller zur Automatica, "aber das Interesse der Chinesen ist groß." Nach einer Stellungnahme zur geplanten Kuka-Übernahme durch chinesische Marktteilnehmer befragt, hielt sich der VDMA allerdings bedeckt. "Als Verband äußern wir uns nicht", so Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation.

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Insgesamt entwickelt sich der globale Robotereinsatz der International Federation of Robotics (IFR) zufolge seit Jahren expansiv. Zwischen 2010 und 2015 wurden weltweit rund 1,1 Millionen neue Industrieroboter installiert. Bis 2018 sollen in den Fabriken der Welt insgesamt 2,3 Millionen Industrie-Roboter werkeln. Das entspricht einem durchschnittlichen Jahreswachstum des Roboterbestandes von zwölf Prozent, so der VDMA, der auf der Pressekonferenz auch die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit thematisierte. Studien, die pauschal den Wegfall von Arbeitsplätzen prognostizierten, kritisiert der VDMA . Patrick Schwarzkopf vom VDMA empfiehlt nachdrücklich, die Beschäftigungsstudien erst einmal gründlich nach Plausibilitäten zu hinterfragen: "Analysiert das Modell die Berufe oder die Automatisierung von Tätigkeiten", ist ein Punkt auf seiner persönlichen Kriterien-Checkliste.

Fest steht auch für den VDMA, dass die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Produktion die Arbeitswelt verändert: "In der Zukunft werden menschliche und maschinelle Fähigkeiten intelligenter kombiniert als jemals zuvor", erklärte Dr. Norbert Stein. "Das wird nicht nur die Produktivität erhöhen, sondern auch die Qualität der Arbeitsplätze deutlich verbessern."

Ein intelligentes Zusammenspiel verschiedener Exponate aus den Bereichen Mensch am Arbeitsplatz, Produkt und Automatisierung sowie IT-Infrastruktur und Vernetzung will das Fraunhofer IPA auf der Automatica zeigen.

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Über den Autor

 Karin Pfeiffer

Karin Pfeiffer

Journalistin