VDMA

Deutsche Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie kämpft mit starkem Wellengang

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Zukunft von Offshore

Das seit mehreren Jahren zunehmende Engagement der deutschen Zulieferer im Bereich der Offshore-Öl- und Gas-Industrie wird auch nach der Katastrophe im Golf von Mexiko weiter wachsen. Da ist sich Christoph Daum, Menck GmbH, sehr sicher. „Der Bedarf an hochwertigem und zuverlässigem Equipment ist groß. Verfügbarkeit und hohe Umwelt- und Sicherheitsstandards sind hier entscheidende Wettbewerbsvorteile deutscher Unternehmen.“

Die Unternehmen der Offshore-Zulieferindustrie sind sowohl im Öl- und Gas-Bereich wie auch im Offshore-Windbereich aktiv. Hier gibt es Synergien, die ein „voneinander Lernen“ begünstigen und damit für den Standort Deutschland sprechen. Der VDMA fördert daher aktiv die Vernetzung auch zwischen diesen beiden maritimen Industrien.

Energieeffiziente deutsche Technik

Ein weiterer Schwerpunkt der deutschen Zulieferindustrie ist der energie- und kostensparende und gelichzeitig umweltschonende Betrieb von Schiffen und Offshore-Anlagen. Hier hat die deutsche Hightech-Industrie einen hervorragenden Ruf durch ihren technologischen Vorsprung zu verteidigen. „Die Entwicklungen am Antriebsstrang sind hier ein gutes Beispiel“, kommentiert Klaus Deleroi, MAN Diesel & Turbo SE. „Denn nur Systemführer werden das Gesamtoptimum unter Berücksichtigung der Produktion, der Lebenserwartung und der Servicefreundlichkeit erreichen können. Dieses Optimum verschafft dem Kunden den entscheidenden Vorteil in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umwelt.“ Hier wächst ein interessantes Geschäftsfeld auch für die Nachrüstung von älteren Schiffen, um deren Effizienz und Umwelttauglichkeit sofort zu steigern.

Jetzt ist Flexibilität gefragt

Die derzeitig Mitarbeiterzahl wird voraussichtlich in 2010 nicht zu halten sein. Die Brache wird versuchen, überfluktuationsbedingte Abgänge die notwendige Anpassung zu realisieren. „Die Jahre 2011 und 2012 werden zur Bewährungsprobe für unsere Branche“, prophezeit Dr. Bernd Sitte, Sitte GmbH. Das im vergangen Jahr vorherrschende Dilemma war einerseits die termingerechte Auslieferung von bestellten Produkten und andererseits das Wissen der nachfolgenden Auftragsflaute. Nun kommen die Aufträge sehr spät und müssen sehr kurzfristig ausgeliefert werden. „Das verlangt viel Flexibilität bei Personalbestand und Beschäftigungsmöglichkeiten“, betont Bernd Sitte. Gerade für die mittelständischen Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie ist das „atmende“ Unternehmen die Voraussetzung, um am Weltmarkt zu bestehen.

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