Ideen-Boom Deutsche Unternehmen melden verstärkt Patente an

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Ende der Coronapandemie hat den Erfindungsgeist in Deutschland beflügelt. Vor allem in der Autobranche gibt es viele neue Ideen.

Erfreuliche Neuigkeiten kommen vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), denn das Ende der Pandemie bringt einen Aufschwung in Sachen Patentanmeldungen. Herausstechend ist die Zahl der Innovationen aus Baden-Württemberg.(Bild:  DPMA)
Erfreuliche Neuigkeiten kommen vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), denn das Ende der Pandemie bringt einen Aufschwung in Sachen Patentanmeldungen. Herausstechend ist die Zahl der Innovationen aus Baden-Württemberg.
(Bild: DPMA)

Im vergangenen Jahr haben deutsche Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie einzelne Erfinder insgesamt 38.469 Patente angemeldet, wie das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) mitteilt. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 3,4 Prozent. Aus dem Ausland gingen demnach 20.187 Patentanmeldungen ein – auch das war etwas mehr als im Vorjahr. Dass die Innovationstätigkeit deutscher Unternehmen merklich anzieht, ist ein ermutigendes Zeichen in wirtschaftlich schwieriger Zeit, wie die Bundesbehörde kommentiert. Nach Beginn der Corona- Beschränkungen Anfang 2020 war vor allem die Zahl der inländischen Patentanmeldungen mehrere Jahre in Folge gesunken. Deutschland schwächelte nach Zahlen des ebenfalls in München ansässigen Europäischen Patentamts (EPA) auch im internationalen Vergleich, da der Anteil der aus der Bundesrepublik angemeldeten Patente im Verhältnis zu anderen Ländern gesunken ist.

Bosch steht bei Patentanmeldungen auf Platz eins

Ein Großteil der Anmeldungen werde von Unternehmen eingereicht. Das Deutsche Patent- und Markenamt registriert dabei nach wie vor seitens der Autoindustrie die meisten Patentanmeldungen. Die zehn anmeldestärksten Innovatoren waren deshalb sämtlich Autohersteller beziehungsweise Zulieferer. Auf Platz eins stand die Robert Bosch GmbH mit allein 4.160 Patentanmeldungen. Danach rangieren Mercedes-Benz mit 2.046 und BMW mit 1.963 Anmeldungen. Allerdings zeichne diese Statistik nicht das komplette Bild, weil manche große deutschen Unternehmen – darunter etwa Siemens – neue Patente bevorzugt beim Europäischen Patentamt anmeldeten und nicht bei der nationalen Behörde. Nach Bundesländern betrachtet lag das DPMA Baden-Württemberg mit weitem Abstand vorn. Im „Ländle“ sind aber nicht zuletzt auch die Konzernzentralen von Bosch und Mercedes-Benz beheimatet. Aus dem Bundesland gingen insgesamt 14.648 Patentanmeldungen ein – neun Prozent mehr als 2022. Auf Rang zwei folgte Bayern mit 10.805 Anmeldungen.

Ein besonderes Bundesamt mit finanziellem Überschuss

Das bedeutendstes Technikfeld – jedenfalls anhand der nackten Zahlen – war nach wie vor der Maschinenbau, von dem 40 Prozent aller Anmeldungen kamen. Die Elektrotechnik steuerte gut 30 Prozent bei. Das liegt laut Patentamt maßgeblich an den Neuentwicklungen elektrischer Maschinen und Geräte, sowie im Rahmen der Trends in Sachen elektrischer Energie. In diesen Bereich falle unter anderem etwa die Batterietechnik. Rückläufig waren dagegen der Chemiesektor und das Bauwesen. Eine Besonderheit des DPMA mit seinen knapp 2.800 Beschäftigten ist, dass das Amt – anders als die meisten anderen Behörden – kein Geld kostet, sondern hohe Einnahmen erzielt. Der Überschuss betrug im vergangenen Jahr etwa 216,4 Millionen Euro, die das Amt seinen Gebühren zu verdanken hat. Das Geld fließt in den Bundeshaushalt. Das DPMA ist nach eigenen Angaben die größte nationale Patentbehörde in Europa. Standorte sind neben München Jena und Berlin.

(ID:49950742)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung