Preiskampf Deutscher Maschinenbau leidet unter zunehmendem Druck aus China

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die deutsche Maschinenbauindustrie sieht sich unter stetig steigendem Konkurrenzdruck aus China. Die dortigen Subventionen geben den chinesischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil.

Der Maschinenbau wird derzeit in China kräftig subventioniert. Das drückt die deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbauer allerdings preislich an die Wand, so der VDMA. (Bild:  Wei Hung)
Der Maschinenbau wird derzeit in China kräftig subventioniert. Das drückt die deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbauer allerdings preislich an die Wand, so der VDMA.
(Bild: Wei Hung)

Die chinesische Maschinenbauindustrie befindet sich laut VDMA derzeit in einer neuen Welle des „Going Global“. Dabei kämen auch qualitativ hochwertigere und technisch fortgeschrittenere Systeme ins Spiel, die den Deutschen zu schaffen machten, weil sie zu einem vergleichsweise niedrigen Preis angeboten werden könnten. Die schwächelnde Binnennachfrage in China identifiziert der VDMA als einen zusätzlicher Treiber für diese neue Welle der Internationalisierung. In der Folge sähen sich bei einer Verbandsumfrage rund 61 Prozent der teilnehmenden VDMA- Unternehmen in fünf Jahren in einer nur durchschnittlichen oder schlechten Wettbewerbssituation.

Deutsche Maschinenbauer müssen ihre Stärken ausspielen

Aktuell liegt der Wert bei 37 Prozent, heißt es weiter. Die Mehrheit der befragten deutschen Maschinenbauer beklagen die direkten und indirekten Subventionen, die der chinesischen Konkurrenz Vorteile auf Drittmärkten verschaffen. Der VDMA-Präsident Karl Haeusgen verweist dabei auf die Bedeutung Chinas als Exportmarkt und Investitionsstandort für die deutschen Maschinenbauer. Letztere müssten deshalb die eigenen Stärken fördern und ihre Technologieführerschaft behaupten. Auf europäischer Ebene sollten Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren angestoßen werden. Die Europäische Politik muss nach Ansicht von Haeusgen den Binnenmarkt vor Wettbewerbsverzerrungen schützen. Das kann durchaus mit Maßnahmen funktionieren, die im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO stehen.

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