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Interview mit Wscad Die Automatisierer sollen uns fordern - und werden jubeln

| Autor: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Engineering-Prozesse werden sich auf dem Weg zu Industrie 4.0 rasant verändern. So sollen sie sich künftig intuitiver, schneller und effizienter umsetzen lassen. Ein Unternehmen aus Bergkirchen bei München arbeitet leidenschaftlich daran, dass die Konstrukteure ihre Jobs schnell und effizient erledigen können. Die Software von Wscad ist einfach zu bedienen, einfach zu erlernen und funktional auf Augenhöhe mit viel teureren Systemen. Dr. Axel Zein, Geschäftsführer bei Wscad Electronic sprach mit elektrotechnik darüber, wie ein Underdog „tierische Sprünge“ in der Software geschafft hat und sich damit anschickt, aus dem Pulk auszuscheren, um zu den Top 3 E-CAD-Anbietern aufzurücken.

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Mit knapp 1,1 Mio. Artikeldaten im WSCAD- und im Eplan-Format ist wscaduniverse.com die größte Datenbibliothek am Markt.
Mit knapp 1,1 Mio. Artikeldaten im WSCAD- und im Eplan-Format ist wscaduniverse.com die größte Datenbibliothek am Markt.
(Bild: Wscad; www.maik-kern.de)

Herr Dr. Zein, Sie haben vor einem Jahr die Geschäftsführung bei Wscad übernommen und sich dieses sehr ehrgeizige Ziel gesetzt. Wen adressieren Sie und wie soll der Weg aussehen?

Wir richten uns viel stärker als bisher in Richtung Automatisierungsmarkt und mittelständige Kunden aus. Auf diese Klientel möchten wir uns stärker fokussieren, mittelständige Unternehmen, die Maschinen und Anlagen bauen. Wobei auch einige Großunternehmen wie MTU Aero Engines oder RWE bereits dazu zählen. Drei Kernpunkte haben wir dabei im Fokus: eine schnelle und zuverlässige Software, hohe Funktionalität und integrative Fähigkeiten und das zu einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir wollen unseren Kunden und Partner signifikante Mehrwerte bieten.

Was heißt das im Hinblick auf Ihren Wettbewerb?

Bei der Funktionalität sind wir in einem hohen Maße mit der des Marktführers vergleichbar, fast schon zu 100 Prozent. Beim Preis für Beschaffung und vor allem den Betrieb liegen wir allerdings um Faktoren darunter.

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Warum so viel günstiger?

Das ist in der DNA von Wscad, unsere Firmenphilosophie, schon immer gewesen und wird es auch bleiben.

Reagiert der Markt schon darauf?

Ja, die ersten Erfolge sind da. Und der Markt reagiert sehr positiv darauf, dass wir jetzt für ein bisschen mehr Wettbewerb sorgen. Wir haben den Eindruck, dass der ein oder andere Kunde sieht, es gibt doch Alternativen.

Wie sehen Sie denn Wscad heute positioniert und wo liegt die besondere Stärke?

Ich glaube, dass Wscad heute ein Underdog und völlig unterbewertet ist. Einfach weil viele Kunden uns nicht kennen. Oder die, die uns vom Namen her zwar kennen, aber nicht die Power, die in unseren Lösungen steckt. Wir haben wirklich in den letzten zwei Jahren große Sprünge in der Software geschafft, und tun das momentan auch im ganzen Dienstleitungssektor. Und wir werden eine ernstzunehmende Alternative in der Automatisierungsszene, wo man uns, historisch betrachtet, nie gesehen hat. Aber wir bieten Fähigkeiten, die man bei anderen Systemen nicht findet.

Zum Beispiel?

Viele Kunden haben einen eigenen Konfigurator. Sei es vom Salesprozess her oder dem SAP heraus. Es gibt kein einziges E-CAD System das eine Schnittstelle zu externen Konfiguratoren bietet. Man muss einen zweiten Konfigurator kaufen und beide zusammenführen, was nicht leicht ist. Wir haben einen anderen Ansatz als solch ein geschlossenes Universum: wir sind gänzlich offen und integrieren uns in die heterogenen IT-Landschaften der Kunden. Sie können mit einem Interface von beliebigen Konfiguratoren nach Wscad rein und go. Das ist etwas, was niemand anderes bietet. Und zwar als Standardprodukt.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Ines Stotz

Dipl. -Ing. Ines Stotz

Ist Chefredakteurin print/online bei elektrotechnik., elektrotechnik