3D-Druck

Die Drohne für jedermann

Seite: 2/2

Mit Videobrille die Drohne live steuern

Eine Drohne zu fliegen, ist dennoch nicht immer einfach und ganz ungefährlich. Deshalb finden sich in der Bebop 2 auch einige Funktionen für die Flugsicherheit wie:

  • Eine Notfallfunktion, die die Motoren und die Propeller bei Berührung stoppt
  • Die Einschränkung der Flughöhe und des -radius
  • Die automatische „Return Home”-Funktion
  • Eine LED hinten am Fluggerät, um die Flugrichtung festzustellen, während auf Sicht gesteuert wird

Steuern kann man das Fluggerät über Tablet, Smartphone oder der zusätzlich erwerbbaren Fernbedienung Skycontroller. Per App soll es denkbar einfach sein, die Drohne am Himmel zu halten: Mit beiden Daumen lenkt man die Drohne in alle Richtungen, auf dem Bildschirm erscheint die Außensicht der Drohne. Wer es ausgefallener haben möchte, kann auch eine Videobrille an die Fernbedienung anschließen und live aus dem „Cockpit“ der Drohne blicken.

Die Zusammenarbeit mit CRP Technology

Um die Idee der neuen Drohne zu verwirklichen, hat sich das Unternehmen an CRP Technology gewendet. CRP stellt mithilfe der additiven Fertigung verschiedene Bauteile für den Motorsport und die Luft- und Raumfahrt her. Weltweit vertreibt das Unternehmen die Verbundwerkstoffe „Windform“, mit deren Hilfe auch das Gerüst der Drohne Bebop 2 gefertigt wurde.

Parrot entwickelte die endgültige Ausführung von Bebop 2 mit dem Verbundwerkstoff Windform GT. Für die Struktur der ersten Ausführung von Bebop 2 wurden Spritzteile aus glasfaserverstärktem Verbundwerkstoff auf Polyamid-Basis verwendet. Dann ging Parrot in Zusammenarbeit mit CRP Technology zur SLS Technologie über.

Vorteile gegenüber Spritzwerkzeugen:

  • Die Struktur verbessern, ohne Spritzwerkzeuge zu entwickeln, die mit hohen Kosten und langen Vorlaufzeiten verbunden sind
  • Die Verfahrensiteration beschleunigen
  • Produktionszeiten verbessern
  • Serienproduktion erleichtern
Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Parrot verfolgte einen Entwicklungsansatz, der auf experimenteller Diagnose und FE-Modellbildung basierte. Ausgerichtet war die Entwicklung außerdem darauf, die Aufnahmequalität während des Flugs, die gewöhnlich durch die Vibration der Drohne beeinflusst wird, durch eine bessere Gestaltung zu verbessern. Durch die Konstruktion konnte zudem das Gewicht verringert werden. Im Speziellen sind die Hauptstruktur, also der zentrale Körper, und die Arme aus Windform GT gefertigt. Der Körper ist robust und flexibel und die Arme sind verstärkt.

Die Entwickler stellten fest, dass die Eigenfrequenzen der aus Windform GT hergestellten Bauteile denjenigen ähnlich sind, die aus glasfaserverstärktem Verbundwerkstoff auf Polyamid-Basis hergestellt werden. Mithilfe der FE-Methode konnte das Unternehmen die Entwicklungszeiten reduzieren. Zudem ist die Struktur der Drohne so konzipiert, dass sie sich gerade auch für Anfänger eignet – die robuste Bauweise soll häufige Abstürze ohne Schäden überstehen können. (kj)

(ID:44117396)