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Vernetzung Die Komponenten einbinden

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der Elektrotechnikspezialist Weidmüller zeigt auf der Hannover Messe 2015 ein komplett vernetztes Produktionssystem im Live-Einsatz. Ein Statement von Michael Höing, Weidmüller.

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(Weidmüller)

„Industrie 4.0 wird erwachsen, derzeit geht es darum, mehr und mehr konkrete Produkte und Anwendungen zu entwickeln und marktfähig zu machen. Weidmüller beschäftigt sich auf vielen Feldern seit Jahren mit dem Thema und hat bereits erste Lösungen auf den Markt gebracht. In diesem Jahr stellen wir die erste kommunikationsfähige Current-Monitor-Station vor. Diese neue Plattformentwicklung ist eine Weiterentwicklung unseres kommunikationsfähigen Signaltransformators mit Ethernet-Interface, der bereits auf dem Markt ist. Die neue Current-Monitor Station ist ein singuläres Produkt für spezielle Anwendungen im industriellen Bereich wie Stromerfassung und -analyse von Motoren, Pumpen oder anderen elektrischen Verbrauchern. Dabei nutzen wir eine Stationsbauweise mit einem unterlagerten Bus.

Die Current-Monitor Station sehen wir langfristig im Umfeld von Industrie 4.0. Denn wenn wir von den ersten Schritten in Richtung Industrie 4.0 sprechen, reden wir davon, Komponenten ins Netzwerk einzubinden. Und daran arbeiten wir langfristig, um uns als Lösungsanbieter in diesem Segment zu positionieren. Wichtig ist jedoch, dass dies nicht auf die Komponente beschränkt ist, sondern die Technik sich über die vertikale Integration in die Maschine einfügen muss. Die Entwicklung solcherlei Anwendungen ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden ein wichtiger erster Schritt bei der Vorbereitung auf Industrie 4.0.

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Zu den Geräten und Stationen werden wir bald auch eine passende Maintenance Software-Lösung mit anbieten. Damit lassen sich über unsere Maintenance Station Energieverbräuche, Stromversorgung, Stückzahlen oder Qualität messen und steuern. Zusätzlich werden wir weitere Geräte in Netzwerkstrukturen einbringen, um so die Variantenvielfalt möglicher Monitordevices zu erhöhen. Bereits auf der diesjährigen Hannover Messe zeigen wir unseren Besuchern ein komplett vernetztes Produktionssystem im Liveeinsatz.

Ein Szenario könnte beispielsweise eine industrielle Produktionsanlage sein, die aus mehreren Produktionsstätten besteht. Angenommen, Produktionsstätte eins ist voll ausgelastet und es kommen noch weitere Aufträge hinzu, für die aber die zweite in Betrieb genommen werden müsste – der Betrieb dieser Anlage lohnt aber erst ab einer bestimmten Stückzahl.

Ein vernetztes und intelligentes System wie das unsrige könnte automatisch und in Sekundenschnelle ermitteln, ab welcher Stückzahl Produktionsstätte zwei profitabel arbeitet und bis zu welcher Stückzahl die Stückzahlen in der anderen reduziert werden können, ohne dass die Profitabilität zu stark leidet. Und dies ist nur eine von vielen sich bietenden nützlichen Möglichkeiten.“

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