Roboter

Die nächste Generation wird als „Robotic Natives“ heranwachsen

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Wird Kuka selbst Greifer für MRK-Anwendungen entwickeln?

Wir entwickelt mit den jeweils am besten geeigneten Partnern einen Lösungsbaukasten. Gegebenenfalls werden wir auch eigene Komponenten entwickeln, um dem stark wachsenden Markt Lösungen anbieten zu können.

Eine Risikoprüfung muss bei der Mensch-Roboter-Kooperation für den jeweiligen Anwendungsfall gemacht werden. Welche Herausforderungen kommen dabei auf die Anlagenbauer zu?

Eine wesentliche Herausforderung ist es, vor der Realisierung einer MRK-Anlage die Risikozonen und Gefährdungen zu planen, das Engineering durchzuführen und die wesentlichen Parameter so festzulegen, dass eine wirtschaftliche MRK-Anlage entsteht. Vorhandene Engineeringtools können bisher nicht herangezogen werden, um die notwendigen MRK-Parameter zu simulieren. In der Realisierungsphase muss die gesamte Wertschöpfungskette an den sicherheitsrelevanten Bereichen zusammenarbeiten. Es entsteht in jedem Fall ein mechatronisches Sicherheitskonzept.

Kuka hat den Aufbau einer Datenbank für die MRK-gerechte Gestaltung von Anlagen angekündigt. Wie ist dort der aktuelle Stand und können auch Systemhäuser und Anwender davon profitieren?

Kuka Systems entwickelt einen Lösungsbaukasten von Modulen, die auch anderen Systemhäusern zur Verfügung gestellt werden, um eine größere Vielzahl von Applikationen im Markt Realität werden zu lassen. Im Kuka-College werden Planungsmethodiken geschult.

Was sind für potenzielle Kunden die entscheidenden Vorteile einen MRK-Arbeitsplatz zu installieren?

Wegen kürzerer Produktzyklen und differenzierterer Produkte sind Lösungen gefragt, die Auslastungsspitzen und Ressourcenengpässe in der Produktion abfedern. Und auch um unterschiedliche Losgrößen in der Serienfertigung umsetzen zu können, müssen die reale und die virtuelle Fertigungswelt noch stärker miteinander verschmelzen. Die Produktion wird individualisierter und muss flexibel und schnell reagieren können. Mit der mobilen Roboterplattform Flex-Fellow ist dies möglich. Der feinfühlige, ortflexible Assistent eröffnet neue Perspektiven und Möglichkeiten für die Fertigung von morgen. Ganz im Sinne von Industrie 4.0, in der Fabriken hochgradig vernetzt, effizient und wandelbar sein sollen, ist der Roboter das zentrale Flexibilisierungselement. Der Kuka-Leichtbauroboter stellt dabei eine Schlüsselkomponente dar. Mit seinen sensitiven Eigenschaften ermöglicht er die Zusammenarbeit mit dem Menschen ganz ohne trennende Schutzzäune. Die Fabrik und die Produktion werden dadurch wandlungsfähig: Ehemals handbetriebene Arbeitsvorgänge können automatisiert werden, der Platzbedarf wird geringer, was wiederum dazu führt, dass man Energie und Ressourcen einsparen kann, insgesamt also wirtschaftlicher produziert.

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