I/O-System

Die Stärken dezentraler Konzepte voll ausgeschöpft

04.10.2011 | Redakteur: Wolfgang Leppert

Mit dem dezentralen I/O-System TB20 hat Helmholz die ganze Bandbreite der technischen Möglichkeiten praxisnah umgesetzt
Mit dem dezentralen I/O-System TB20 hat Helmholz die ganze Bandbreite der technischen Möglichkeiten praxisnah umgesetzt

Bei Ein- und Ausgabe-Baugruppen (I/O) dominieren in der Industrieautomation noch immer zentral mit der Steuerung verbundene Topologien. Dabei bieten dezentral verdrahtete Alternativen längst große Vorteile: bei der Projektierung und Wartung sowie im laufenden Betrieb. Systeme Helmholz hat deshalb ein offenes dezentrales I/O-System entwickelt und das TB20 ganz besonders auf Effizienz, Funktionalität und optimale Handhabung ausgerichtet.

Der Schritt von Helmholz zu einer eigenen dezentralen I/O-Lösung charakterisiert die konsequente Weiterentwicklung des Produktsortiments. Denn bei dezentralen Baugruppen sind die Komponenten insgesamt kleiner und platzsparender, zudem verringert sich der Aufwand für die Verdrahtung enorm. Und auch bei unterschiedlichen SPS-Systemen reicht ein einziges I/O-System. Entsprechend ergeben sich interessante Potenziale bei der Steuerung von Verkehrsleitsystemen, in der Gebäudeautomation oder auch der Prozessindustrie.

TB20 steht für Terminal-Block in Schutzart IP20 und repräsentiert technisch einheitliche Lösungen von Helmholz nun auch bei dezentralen I/O-Systemen. Den Anfang machen Buskoppler für Profibus und CANopen mit analogen oder digitalen Ein- und Ausgängen. Sukzessive ergänzen dann Produkte für alle konventionellen Feldbusse – wie etwa Profinet, DeviceNet und EtherCat – das offene System. „Dabei orientieren wir die weitere Entwicklung konsequent daran, was die Kunden favorisieren“, erklärt der Technische Leiter Carsten Bokholt. Wer seine Interessen frühzeitig kommuniziere, könne den Zeitplan aktiv mit beeinflussen.

Technische Details machen die Handhabung einfach und zeitsparend

Technisch untermauert TB20 die Entwicklungsziele Effizienz und optimale Handhabung – mit einer schnellen, völlig unkomplizierten Installation und Wartung. So ist das Powermodul bereits in den Buskoppler integriert. Pro Buskoppler lassen sich bis zu 64 Module anschließen. Die Module wiederum sind dreiteilig aufgebaut: Das Basismodul lässt sich ganz einfach auf die Hutschiene aufschnappen, und ebenso einfach werden das Elektronikmodul und der Front-Stecker per Rastmechanismus aufgesteckt. Alle Einzelteile lassen sich so zur Wartung leicht abnehmen. Das ergonomisch gestaltete Gehäuse erleichtert die Handhabung zusätzlich. Trotz kompakter Abmessungen sind alle System-Komponenten industriefähig robust und mechanisch stabil. Dafür sorgt ein Spezial-Kunststoff, der sich auch bei anderen Helmholz-Produkten bewährt hat.

Das System ist komplett skalierbar. Module stehen für zwei, vier, acht oder 16 Kanäle zur Verfügung. Durch diese Granularität lassen sich ungenutzte Kanäle weitgehend vermeiden; der Preis pro Kanal wird dadurch entsprechend günstiger. Zusätzlich ist jedes Modul mit einem frei wählbaren Hilfskontakt (Auxiliary-Klemme) ausgestattet, der etwa für zusätzliche Spannung, für Schirm oder Masse flexibel nutzbar ist. Das Design schließlich gewährleistet eine eindeutige und klare Beschriftung der Kanäle mit laserdruckerfähigen Beschriftungsstreifen. Diese sind auch im verbauten Zustand gut sichtbar und erlauben so eine eindeutige Zuordnung der Klemme zur jeweiligen LED des Kanals.

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