Kanzlerrundgang Diese Unternehmen besuchte Olaf Scholz auf der Hannover Messe 2025

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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Der Kanzlerrundgang ist fester Bestandteil der Hannover Messe und läuft in der Regel immer ähnlich ab. In diesem Jahr waren jedoch gleich zwei Dinge ungewöhnlich.

Anpfiff zum Messerundgang: Stephan Weil (links), Ministerpräsident von Niedersachsen, Bundeskanzler Olaf Scholz und Sonderbeauftragter für die Europäische Union und Europa, Stéphane Dion.(Bild:  Deutsche Messe AG / Rainer Jensen)
Anpfiff zum Messerundgang: Stephan Weil (links), Ministerpräsident von Niedersachsen, Bundeskanzler Olaf Scholz und Sonderbeauftragter für die Europäische Union und Europa, Stéphane Dion.
(Bild: Deutsche Messe AG / Rainer Jensen)

Der Messerundgang des Bundeskanzlers am Eröffnungstag in Hannover hat einen festen Ablaufplan: Eine kurze Begrüßung durch den Regierungsvertreter des Partnerlandes der Hannover Messe gefolgt durch eine kurze Begrüßung durch den amtierenden Bundeskanzler. Danach besuchen die beiden Regierungschefs ausgewählte Stände und sprechen dort kurz mit den Geschäftsführern. In diesem Jahr war der Messerundgang für Bundeskanzler Olaf Scholz jedoch eher eine Abschiedstour – denn seine Tage als Regierungschef sind gezählt. Seit dem Zusammentritt des neuen Bundestages ist er nur noch geschäftsführend im Amt. Die Nachrichten beschäftigen sich mittlerweile vielmehr mit seinem potenziellen Nachfolger Friedrich Merz und dem kürzlich verabschiedeten Investitionsprogramm sowie den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD.

Die Kanadier befinden sich in einer ähnlichen Situation. Als die Veranstalter der Hannover Messe im vergangenen Jahr Kanada als Partnerland verkündeten, rechneten sie vermutlich noch mit einem Besuch von Justin Trudeau, der zu diesem Zeitpunkt noch Premierminister des Landes war. Doch die kanadische Minderheitsregierung stürzte im Herbst 2024 in eine schwere Krise, mehrere Mitglieder seines Kabinetts traten zurück. Am 6. Januar 2025 kündigte schließlich Trudeau selbst seinen Rückzug an, worauf er am 14. März von Mark Carney abgelöst wurde. Vertreten wurde das Partnerland auf der Messe jedoch nicht durch den neuen Premierminister, sondern durch den kanadischen Sonderbotschafter für die EU und Europa Stéphane Dion.

Ungewöhnliche Umstände in ungewöhnlichen Zeiten. Weniger verwunderlich waren daher die Themen des Vormittags: Die US-Zollpolitik, die aktuell den Welthandel auf den Kopf stellt und natürlich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Unternehmen auf der Messe ließen sich davon jedoch nicht beirren und zeigten sich dem Bundeskanzler von ihrer besten Seite:

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Das Schlussstatement des Besuchs – eigentlich treten hier beide Regierungsvertreter nochmal vor die Kamera – hielt dann Olaf Scholz allein. „Der technologische Fortschritt kann niemals bestehen, wenn man nur auf den eigenen Markt setzt und Produkte dafür entwickelt“, sagte der Bundeskanzler und sendete damit eine klare Botschaft nach Washington. US-Präsident Donald Trump will noch in dieser Woche weitere Zölle ankündigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch EU-Staaten treffen werden. „Wir stehen an der Seite Kanadas, um dem Irrweg des Protektionismus entgegenzutreten“, so Scholz weiter. Man müsse dieser Art von Politik klar und entschieden mit Zusammenhalt in der ganzen Welt antworten.

Die Hannover Messe 2025 hat noch bis einschließlich Freitag, 4. April, geöffnet.

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