Fertigung Diese zwei Megatrends werden die Industrie bis 2030 neu definieren

Quelle: NTT Data 1 min Lesedauer

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Auf lange Sicht könnte der Mensch auf dem Shopfloor nicht mehr notwendig sein. Rollen und Verantwortlichkeiten verschieben sich damit ebenfalls.

Humanoide Roboter betreten die Werkshallen, vollautonome Fabriken organisieren sich selbst. Was aktuell noch Zukunftsmusik ist, könnte die Industrie in den kommenden Jahren ziemlich durcheinanderwirbeln. (Bild: ©  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Humanoide Roboter betreten die Werkshallen, vollautonome Fabriken organisieren sich selbst. Was aktuell noch Zukunftsmusik ist, könnte die Industrie in den kommenden Jahren ziemlich durcheinanderwirbeln.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

NTT Data hat einen Ausblick darauf gegeben, wie humanoide Roboter und autonome Fabriken die industrielle Fertigung bis zum Jahr 2030 grundlegend verändern könnten. Laut einer Mitteilung des IT- und Digitalisierungsspezialisten stehen Unternehmen vor einem tiefgreifenden Wandel von Rollen, Prozessen und Verantwortlichkeiten auf dem Shopfloor.

Im Mittelpunkt der Analyse stehen zwei Megatrends: Humanoide Roboter und autonome Produktionssysteme. Humanoide Roboter markieren dabei eine neue Entwicklungsstufe der Automation, heißt es weiter. Im Gegensatz zu klassischen Industrierobotern agieren sie nicht ausschließlich auf Basis fest programmierter Abläufe, sondern treffen eigenständig Entscheidungen und passen sich dynamisch an wechselnde Umgebungen an. Möglich wird dies durch multimodale KI-Modelle, die Wahrnehmung, Sprache, Planung und Motorik miteinander verbinden. Aktuell sind die Einsatzmöglichkeiten jedoch noch begrenzt, so das Unternehmen. Tätigkeiten wie Materialhandling oder Sortieren gelten als realistisch, während komplexe Montage- oder feinmotorische Arbeiten weiterhin technologische Fortschritte erfordern. Entsprechend empfiehlt NTT Data ein strukturiertes Vorgehen mit klar abgegrenzten Pilotprojekten, einer konsistenten Datenbasis sowie hoher Priorität für IT/OT-Security und offene Architekturen.

Der zweite Trend ist die autonome Fabrik, häufig auch als „Dark Factory“ bezeichnet. Zielbild ist eine Produktionsumgebung, in der Maschinen Prozesse selbstständig koordinieren, optimieren und bei Störungen eigenständig reagieren. Grundlage dafür sind IoT-Infrastrukturen, KI-gestützte Entscheidungslogiken und digitale Zwillinge, die nicht nur simulieren, sondern aktiv steuern. Solche Konzepte gewinnen branchenübergreifend an Bedeutung, insbesondere dort, wo hohe Variantenvielfalt und volatile Märkte aufeinandertreffen. Der Weg zur autonomen Produktion ist laut NTT Data jedoch ein mehrjähriger Transformationsprozess, der standardisierte Datenmodelle, latenzarme Edge-Architekturen, klare Governance-Regeln und offene Kommunikationsstandards voraussetzt.

Humanoide Roboter und autonome Fabriken gelten derzeit noch als Vision mit ersten Pilotanwendungen. Dennoch sieht NTT Data erhebliches Potenzial für Produktivität, Qualität und Flexibilität.

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