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Sensorik Dieser Barcode-Leser scannt eiskalt

| Autor / Redakteur: Dr. Tim Weis* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Nach wie vor zählen in der Lager- und Fördertechnik Barcodes oder 1-D-Codes zu den effizientesten Methoden für die Identifikation. Um Kosten, Aufwand und Ersatzteilbevorratung zu optimieren wünschen sich Anwender hier einfache und flexible Lösungen. Pepperl+Fuchs hat dafür einen interessanten Scanner im Programm – der sich auch für Tiefkühlanwendungen eignet.

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Der Barcode-Scanner des Typs VB14N-T von Pepperl+Fuchs ist ein flexibles Multitalent für sämtliche Anwendungen im Standard- und auch im Tiefkühlbereich bis -35 °C.
Der Barcode-Scanner des Typs VB14N-T von Pepperl+Fuchs ist ein flexibles Multitalent für sämtliche Anwendungen im Standard- und auch im Tiefkühlbereich bis -35 °C.
(Bild: Pepperl+Fuchs)

Beim Lesen von Barcodes liegen die Herausforderungen beispielsweise in verschieden großen Verpackungen oder Transportbehältern, das heißt die Codes befinden sich häufig in verschiedenen Höhen auf den Codeträgern oder sie sind – je nach Ausrichtung – einmal von rechts, einmal von links, von oben oder aus unterschiedlichen Abständen zu lesen. Problematisch ist ebenfalls, wenn sie verdreht gegenüber der Standard-Leserichtung aufgebracht sind und die Toleranzgrenze überschritten ist, so dass der Lesestrahl sie nur noch teilweise erfasst.

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Barcode-Scanner bewältigt Standard- und Tiefkühlaufgaben

Diese und weitere Eventualitäten, wie ein Betrieb unter extremen Einsatzbedingungen, etwa in Tiefkühlhäusern oder Tiefkühlbereichen, sind beim Bau von Lager- und Fördereinrichtungen und bei der Auswahl des Scanner-Equipments zu berücksichtigen.

Im Industriealltag sind die Betriebsbedingungen für Komponenten der Automatisierungstechnik also nicht immer ideal. Darum legt man Anlagenkonzepte derart aus, dass sie für alle erdenklichen Prozesssituationen gewappnet sind. Bekannterweise besteht die Kunst aber darin, nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, sondern dies mit möglichst geringem Aufwand und Materialeinsatz zu leisten. Für eine einheitliche Montage, Inbetriebnahme und Bedienung gilt es daher, eine möglichst geringe Anzahl verschiedener Scannertypen zu betreiben.

Ein Scanner für alle Anwendungen

Der Barcode-Scanner des Typs VB14N-T von Pepperl+Fuchs präsentiert sich vor diesem Hintergrund als flexibles Multitalent und ist quasi ein Gerät für sämtliche Anwendungen. Mit Leseraten von bis zu 1000 Scans/s bei einer Auflösung von 0,2 mm erreicht das tieftemperaturfähige Modell dieselben Leistungsdaten wie die entsprechende Standardausführung derselben Baureihe. Wahlweise stehen Geräte für Leseabstände von 60 bis 400 mm oder 200 bis 600 mm zur Verfügung.

Für maximale Flexibilität: Scannerverbund aus bis zu 32 Geräten

Der Scanner ist mit Abmessungen von nur 84 x 68 x 32,7 mm besonders kompakt und erfüllt die Schutzart IP 65. Er zählt zu den kleinsten seiner Geräteklasse und es findet sich immer ein passender Einbauplatz.

Seine außergewöhnliche Flexibilität verdankt das System unter anderem dem optional erhältlichen Zubehör sowie der Fähigkeit zur Vernetzung mehrerer Geräte über ID-Net. Je nach Aufgabenstellung mag es sinnvoll sein, die Barcodes über einen Linien- oder einen Rasterscanner zu lesen, wobei beide Ausführungen erhältlich sind.

Immer wieder gibt es Konstellationen, in denen das Fördergut nur dann sicher zum optimalen Zeitpunkt identifizierbar ist, wenn man aus verschiedenen Leserichtungen gleichzeitig scannt, zum Beispiel von oben, von rechts und links bzw. vorne und hinten. Der VB14N-T erlaubt es daher, bis zu 32 Geräte über das schnelle ID-Net zu vernetzen und sie in einem speziellen Master-Slave-Modus zu betreiben. Der mit der übergeordneten Steuerung bzw. einem PC verbundene Master ist für die Koordination des Scannerverbunds verantwortlich und leitet das Leseergebnis dorthin weiter.

Der Scanner kann gleichfalls als Master und als Slave dienen und funktioniert auch im Verbund mit dem größeren Bruder VB24. Letzterer deckt Leseabstände bis 1000 mm ab und ist unter anderem mit einem Display ausgestattet.

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