Rechenzentren

Digitale Transformation fordert zeitgemäße Verkabelungsstrukturen

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Auswahl von Qualität zahlt sich aus

Gerade im Hinblick auf die notwendige Hochverfügbarkeit im Rechenzentrum gilt bereits bei der Planung: Der Qualitätsgedanke sollte bei der Auswahl der Komponenten im Vordergrund stehen. Dies ist notwendig, um Leistungsanforderungen wie Kabeldesign, Bandbreiten und Dämpfungsbudget zu genügen. Die IT-Verkabelungskomponenten sollten sowohl bei LWL als auch bei Kupfer vorzugsweise werkskonfektionierte, betriebsfertige Systeme für sogenannte Plug-and-Play-Installationen sein. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn diese Systeme bieten die höchstmögliche und reproduzierbare Qualität, bieten daher die besten Übertragungseigenschaften.

Bei der Planung ist zudem zu beachten, dass es sich bei Rechenzentren nicht um starre Gebilde handelt. Vielmehr sind es „lebende" Schaltzentralen, die sich individuell an die Geschäftsprozesse und die wechselnden Anforderungen der Unternehmen anpassen müssen. Permanente Veränderungen, getrieben durch die kurzen Lebenszyklen der aktiven Komponenten sind in diesem Umfeld daher obligatorisch. Um nicht mit jedem neuen Gerät aufwendige Änderungen durchführen zu müssen, empfiehlt es sich auf eine übersichtliche und transparente IT-Verkabelung zu setzen, die vom aktuellen „Gerätepark" entkoppelt wird. Auf diese Weise entsteht eine physische, also anwendungsneutrale IT-Verkabelungsinfrastruktur, die letztendlich wesentlich mehr Spielraum bietet.

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Gerätetausch leichtgemacht

In den Normen DIN EN 50600-2-4, DIN EN 50173-5 und ISO/ IEC 24764 ist diese Geräteverkabelung in die Segmente Bereichs- und Geräteanschlussverkabelung mit der zugehörigen GA (Geräteanschluss) genannten Schnittstelle aufgeteilt. Die aktiven Geräte sind durch möglichst kurze, gerätespezifische Anschlusskabel über die GA-Schnittstelle an die dadurch „geräteneutrale" Bereichsverkabelung angebunden. Damit muss beim Gerätetausch, der zudem möglicherweise mit dem Wechsel des Steckgesichts am Gerät verbunden sein kann, nur das anschlussspezifische Kabel ausgetauscht werden. Meist ist es nicht notwendig, dafür in die Bereichsverkabelung einzugreifen. Ein Gerätetausch und die damit verbundene Umverkabelung sind dadurch weniger zeit- und kostenintensiv. Die vorhandenen Strukturen bleiben vollständig erhalten.

Um die Packungsdichteanforderungen zu erfüllen, sollten für die GA-Schnittstellen der jeweiligen anzuschließenden Geräte geeignete Stecksysteme ausgewählt werden. Die Normen DIN EN 50600-2-4, DIN EN 50173-5 und ISO/IEC 24764 benennen entsprechende Stecksysteme, beispielsweise den LC-DupIex- und den MTP-Steckverbinder. Darüber hinaus bietet der Markt für diese Anforderungen weitere bestens geeignete Stecksysteme.

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