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Schieneninfrastruktur Digitales Engineering sorgt für mehr Effizienz im Signalkabelverteiler-Bau

Die Entwicklung von Signalkabelverteilern effizienter gestalten. Das ist das erklärt Ziel des Unternehmens Comtec, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können. Die digitale Engineering-Plattform Smart Designer von Wago macht es möglich.

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Der Trend der Digitalisierung ist auch im Bereich der Schieneninfrastruktur deutlich spürbar.
Der Trend der Digitalisierung ist auch im Bereich der Schieneninfrastruktur deutlich spürbar.
(Bild: Jesus Fernandez)

Im Bereich der Schieneninfrastruktur sind die Anforderungen gestiegen. Kunden verlangen immer kürzere Entwicklungs- und Lieferzyklen, personalisierte Lösungen, kleinere Losgrößen sowie digitale Daten (CAE/CAD) zu jedem Bauteil – vom Gehäuse bis zur Klemme. Dabei sind internationale und branchenspezifische Normen nicht zu vernachlässigen. Hinzu kommen weitere spezielle Anforderungen der jeweiligen Schienennetzbetreiber, die zu jedem verwendeten Bauteil einen Nachweis benötigen.

Mit sicherer Technik Verbindungen schaffen

Axel Küster, Geschäftsführer des Fernmeldetechnik-Spezialisten Comtec, sagt: „Es war notwendig, neue Engineering-Tools zu finden und Schnittstellen zu implementieren, um auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig am Markt agieren können.“
Axel Küster, Geschäftsführer des Fernmeldetechnik-Spezialisten Comtec, sagt: „Es war notwendig, neue Engineering-Tools zu finden und Schnittstellen zu implementieren, um auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig am Markt agieren können.“
(Bild: Wago)

„Durch die steigende Digitalisierung und Volatilität des Projektgeschäftes ist es notwendig geworden, bisherige interne Prozesse zu überdenken, sich neu auszurichten sowie neue Engineering-Tools zu finden und Schnittstellen zu implementieren, damit wir auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig am Markt agieren können“, sagt Comtec-Geschäftsführer Axel Küster.

Das Unternehmen Comtec GmbH mit Hauptsitz in Stuhr, bei Bremen, produziert und vertreibt weltweit Zubehör für Kabel- und Fernmeldetechnik. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Schienennetzbetreiber sowie deren Zulieferer, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger, Elektro- und Großhandelsunternehmen aber auch viele lokale Unternehmen, die sich mit dem Ausbau und der Instandhaltung von Telekommunikationsnetzen befassen. Neben einem breiten Produktportfolio hat sich Comtec im Laufe der Jahre auch einen Namen mit kundenspezifischen Sonderlösungen gemacht – nicht zuletzt mit Kabelsystemverteilern in der Signaltechnik, welche mit Wago Reihenklemmen bestückt sind.

Hierbei ist es sinnvoll, die Chancen der Digitalisierung und des digitalen Engineerings zu nutzen, um damit erfolgreich und flexibel auf Kundenanforderungen zu regieren. Dafür bedarf es vertrauensvoller Zusammenarbeit, weiß Axel Küster. Ohne solide Partner sei dies heute fast nicht mehr möglich: „Doch mit Wago als Partner und seiner digitalen Engineering-Plattform Smart Designer haben wir dafür eine zukunftsweisende und durchdachte Lösung gefunden.“

Vielfältig einsetzbarer Kabelverteiler für die internationale Bahnbranche

Mit den digitalen Möglichkeiten hat Comtec einen multifunktionalen Signalkabelverteiler speziell für die Bahnbranche entwickelt. Durch sein ausgeklügeltes Design verspricht er dem Kunden maximale Flexibilität, ganz gleich für welche Applikation in der Bahninfrastruktur er eingesetzt wird. „Die Einsatzmöglichkeiten an der Schiene sind nahezu endlos: von der einfachen Anbindung der Signale über die Anbindung von Weichenheizungen bis hin zum Verkabeln dezentraler Sensorik“, nennt Küster nur einige Beispiele. Wichtig: Um den harschen Bedingungen im Gleisbett gerecht zu werden, wurde dieser Kabelverteiler gemäß IPX8 erfolgreich geprüft und DB-zugelassen.

„Aufgrund der internationalen Ausrichtung unseres Unternehmens und den damit einhergehenden länderspezifischen Anforderungen an Haptik ist es uns möglich, den Signalkabelverteiler in kundenspezifischen Farben und Ausführungen herzustellen“, merkt der Comtec-Geschäftsführer an. Beispielsweise können die Farben des Deckels und des Unterteils in jeder RAL-Farbe hergestellt werden. „Hierbei setzen wir auf höchste Qualität und Langlebigkeit. Gleiches gilt für das Zubehör wie beispielsweise bis zu vier PG-Kabeleinführungen, die sich ebenfalls durch höchste brandschutzgeprüfte Qualität sowie einen sehr breiten Aufnahme- und Spannbereich auszeichnen.“

Digitales Engineering: vom Auftragseingang bis zur Dokumentation

Für die Entwicklung ihrer Signalkabelverteiler nutzt Comtec den Wago Smart Designer. Dieser Produktkonfigurator ermöglicht es, die Projektierung vom Auftragseingang bis zur Umsetzung digital zu gestalten. Der Smart Designer umfasst zum einen die komfortable Integration vorhandener CAE-Daten. Das stellen Schnittstellen zu Software-Tools wie Eplan und WSCAD sicher. Zum anderen ist es damit möglich, die Komponenten mittels CAD-Daten realitätsnah in 3D zu modellieren. „Beim Smart Designer handelt es sich um ein webbasiertes Tool auf HTML5-Basis. Dadurch wird sichergestellt, dass die Software orts- und betriebssystemunabhängig genutzt werden kann“, erklärt Steffen Winther, Wago Market Manager Cax Engineering Services. Außerdem bestehe die Möglichkeit, im Team an verschiedenen Projekten gleichzeitig zu arbeiten. „Hierzu werden jedem einzelnen Teammitglied, je nach Funktion im Projekt, mittels E-Mail-Adresse die passenden Lese- und Schreibrechte vergeben. Damit entfällt die projektspezifische Kommunikation über den E-Mail-Verkehr, denn es kann direkt innerhalb der Software anhand der 3D-Objekte und Stromlaufpläne diskutiert und gearbeitet werden“, ergänzt Küster einen weiteren Vorteil aus der Anwenderperspektive.

Ganz nebenbei entsteht dabei eine Dokumentation mit Stücklisten und Aufbauplänen für die Erstellung von Fertigungsunterlagen. Doch der Wago Smart Designer kann auch den Einkauf unterstützen, denn die Bestellungen der Einzelteile kann direkt aus der Wago Konfigurationssoftware Smart Designer exportiert werden. „Zusätzlich profitieren wir vom automatisierten Einlesen von Artikelnummern der Einzelkomponenten im ERP-System und von kompletten, normgerechten Dokumentationen als PDF, z. B. gemäß des DIN-Normenausschuss‘ Fahrweg und Schienenfahrzeuge (FSF)“, merkt Küster an.

Flexibilität und Know-how bei der Projektrealisierung

Am Ende des Entwicklungsprozesses entscheidet Comtec, ob sie die Fertigung „inhouse“ realisieren, oder über den Wago Projektservice abwickeln. „Hierdurch können wir Auftragsspitzen abfangen, denn in Zeiten hoher Auslastung senden wir den Fertigungsauftrag für die komplett montierten Schienen einfach an Wago“, sagt Küster. Je nach Auftragsvolumen und Fertigungstiefe des Projekts halten Partner wie Comtec ihren Auftrag innerhalb von fünf Werktagen in ihren Händen. „Wenn der Auftrag über Wago abgewickelt werden soll, kann eine Angebotsanfrage direkt im Wago Smart Designer erfolgen – denn dort sind alle kundenspezifischen Konditionen hinterlegt, wodurch eine äußerst schnelle Onlinepreisfindung möglich ist“, hebt Winther hervor.

Bei all den Möglichkeiten, die das digitale Engineering Unternehmen bietet, gibt Steffen Winther jedoch eins zu Bedenken: „Digitalisierung ist mit einem Philosophiewechsel verbunden, der in den Unternehmen stattfinden muss.“ Comtec hat diesen Philosophiewechsel vorgenommen und Wago als Partner gewählt. Küster erklärt: „Bei Wago bekommen wir alles aus einer Hand – nicht nur die passenden Produkte, sondern auch die unterstützenden Engineering-Tools. Darüber hinaus steht Wago uns fachlich zur Seite, wenn es um internationale Expertisen bei Spezifikationen der Bahnbranche geht. Dies hilft uns, einen echten Mehrwert für unsere Kunden zu generieren.“

Digitalisierung macht Entwicklungsprozesse effizienter

Wenn es an die Umsetzung geht, dann spielen gerade bei der Realisierung von Bahnprojekten lange Laufzeiten sowie die Zuverlässigkeit der Produkte eine große Rolle. „Nicht selten stehen die Verteiler mehr als 40 Jahre am Gleis und müssen zuverlässig funktionieren“, sagt Küster. Er weiß, die Umwelteinflüsse sind in so gut wie keiner anderen Branche so weitreichend und ausgeprägt wie in der Signaltechnik. „Die Installationen müssen sich über Jahre hinweg stetig alternierenden Temperaturen, Betauung aber auch Vibrationen und Schocks – ausgelöst durch vorbeifahrende Züge – stellen.“ Hier spielt die bewährte Wago Verbindungstechnik mit ihrer Federzugklemme als Cage Clamp und Push-in Cage Clamp all ihre Vorteile aus.

Bereits während der Entwicklung unterzieht Wago seine Produkte härtesten Tests, um den gängigen führenden Normen der Branche gerecht zu werden. Im Bereich Vibration und Schock sind es die Prüfungen gemäß der branchenspezifischen Norm EN 61373, aber auch Prüfungen gemäß IEC/EN 60068-2-6. Die Widerstandsfähigkeit der elektromechanischen Komponenten gegen Betauung und Korrosion wird durch die zyklische Feuchte-Wärme-Prüfung gemäß IEC/EN 60068-2-30 sichergestellt.

Ebenfalls wird eine interne SO2-Prüfungen für Industrieatmosphären gemäß EN ISO 6988, IEC/EN 60068-2-42, IEC/EN 60068-2-60 durchgeführt. Die bei Wago eingesetzten Polyamide weisen eine Dauergebrauchstemperatur gemäß UL 746C von 105 °C auf, bezogen auf den relativen Temperaturindex mit schlagartiger Beanspruchung RTIimp. „Damit ist sichergestellt, dass die erforderlichen elektrischen und mechanischen Isolierstoffeigenschaften mit ausreichender Sicherheit über lange Zeiträume erhalten bleiben. Die kurzzeitige obere Temperaturgrenze liegt hier bei 200 °C“, sagt Wago Produktmanager Burkhard Niemann.

Im unteren Temperaturbereich ist sichergestellt, dass bei Handhabungsvorgängen bis -35 °C keine Beschädigung des Isolierstoffes auftritt. Im montierten und verdrahteten Zustand können alle Wago Produkte bis -60 °C eingesetzt werden. Im Bereich der Bahnapplikationen erfüllt der sorgfältig ausgewählte Kunststoff der Reihenklemmen die EN 45545 und wird gemäß Norm als V0-Material klassifiziert.

* Kilian Fröhlich, Global Key Account Manager Railway Industry, Wago

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