Hannover Messe 2018

DLR forscht an flexiblen Energiesystemen und fingerfertigen Robotern

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das DLR zeigt unter anderem den fingerfertigen Roboter „David“.
Das DLR zeigt unter anderem den fingerfertigen Roboter „David“. (Bild: DLR)

Das DLR arbeitet aktuell daran, den Anteil Erneuerbarer Energien im Sektor Wärme und Mobilität durch flexible Energiesysteme zu erhören. Außerdem zeigt das Forschungszentrum aktuelle Technologieprodukte kurz vor der Markteinführung, wie einen fingerfertigen Roboter.

Ein großer Teil der Energie wird in den Bereichen Wärme (Heizen und Kühlen) und Mobilität verbraucht. Während im Jahr 2017 bereits über ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden konnte, liegt dieser Anteil im Wärmebereich bei nur knapp 13 % und im Verkehrsbereich nur bei 5 %. Für eine erfolgreiche Energiewende und die Einhaltung der Klimaschutzziele müssen auch diese Bereiche auf erneuerbare Energien umstellen. Durch die Kopplung der drei Sektoren kann die Energie zum Beispiel bei einem Überangebot an Strom in die Sektoren Wärme und Mobilität verlagert werden. Umgekehrt kann die Energie bei Bedarf wieder verstromt werden. An einer solchen Kopplung sowie an vernetzten Lösungen von Energiesystemen arbeitet das DLR in zahlreichen Forschungsprojekten.

Elektrolyseverfahren wandelt Solarstrom in Treibstoff um

Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand Energie und Verkehr, erklärt: „Das DLR hat mit seinen Forschungsbereichen Energie und Verkehr einzigartige Möglichkeiten, diese beiden Bereiche zu verknüpfen. Durch unsere Forschung erkennen wir zukünftige Herausforderungen des Energiesystems und erarbeiten Lösungen. Zudem können wir bei politischen Weichenstellungen in Energiefragen umfassend beraten.“

Auf dem Stand „Energie weiter denken“ in Halle 27 zeigt das DLR unter anderem Elektrolyseverfahren zur Umwandlung von Solarstrom in Treibstoff, intelligentes Energiemanagement in Gebäuden, das Brennstoffzellen-Flugzeug HY4 sowie einen Thermischen Hochleistungsspeicher, der die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen kann.

Fingerfertiger Roboter und Leichtbauteile

Neben seinen Forschungstätigkeiten ist das DLR auch Ansprechpartner für innovationsfreudige Unternehmen und damit eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung. Im DLR-Technologiemarketing werden darüber hinaus Ideen und im DLR entwickelte Technologien mit Partnern aus der Wirtschaft, in Ausgründungen oder durch die Vergabe Lizenzen bis zur erfolgreichen Markteinführung begleitet.

Auf dem DLR-Stand in der Forschungshalle zeigt das DLR Technologieprojekte und Innovationsideen, die auf der Schwelle zur Markteinführung stehen. Insgesamt werden elf Innovationsthemen vorgestellt, die durch Ausgründungen aus dem DLR oder aus Partner-Unternehmen vermarktet werden: Zum Beispiel bietet die Copro-Technologie (Continuous Performing of Composite Profiles) individuelle Lösungen für die Produktion von Leichtbauteilen aus Faserverbundmaterialien an. Die DLR-Ausgründung wendet die Technologie im Flugzeug- und Automobilbau und bei der Instandhaltung von Windkraftanlagen an. Der im DLR entwickelte humanoide Roboter „David“ kann alle Gelenke seiner Finger einzeln ansteuern und verfügt so über eine außerordentlich hohe Fingerfertigkeit. Er soll unter anderem Wartungsaufgaben in gefährlichen Umgebungen übernehmen. Ebenfalls in unbekannten Umgebungen kommt das IPS (Integrated Positioning System) zum Einsatz. Mit einer Stereokamera sowie Dreh- und Beschleunigungssensoren kann das IPS den menschlichen Orientierungssinn nachempfinden und seine Daten in Echtzeit übertragen.

Hannover Messe 2018: Energiestand Halle 27, H84, Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries Halle 27, Stand C66, DLR-Stand Halle 2, Stand C57

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13.11.17 - Die Grundlagen für eine neue Generation umweltfreundlicher Flugzeugturbinen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Göttingen untersucht. In einem neuen Versuchsstand konnte erstmals das Zusammenspiel von Brennkammer und Turbine unter realistischen Bedingungen getestet werden. lesen

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