Elektromobilität Drei Forschungsprojekte starten unter Leitung von Infineon

Drei Forschungsprojekte unter Leitung von Infineon sollen dafür sorgen, mehr Elektrofahrzeuge auf die Straßen Europas zu bringen.

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Als starker Partner bei Elektromobilität leitet Infineon u.a. die Forschungsprojekte „3Ccar“, „OSEM-EV“ und „Silverstream“. Deren Forschungsziel ist es, die elektrischen Systeme in Elektrofahrzeugen u.a. um etwa ein Fünftel leichter zu machen und um etwa ein Viertel preiswerter.
Als starker Partner bei Elektromobilität leitet Infineon u.a. die Forschungsprojekte „3Ccar“, „OSEM-EV“ und „Silverstream“. Deren Forschungsziel ist es, die elektrischen Systeme in Elektrofahrzeugen u.a. um etwa ein Fünftel leichter zu machen und um etwa ein Viertel preiswerter.
(Bild: Infineaon)

Drei neue Forschungsprojekte der Europäischen Kommission haben zum Ziel, Elektromobilität günstiger, effizienter und gleichzeitig zuverlässiger zu machen. Dadurch sollen mehr dieser umweltfreundlichen Fahrzeuge auf Europas Straßen kommen. Unter der Leitung von Infineon Technologies werden die bis 2018 laufenden Projekte Europa als Standort für die Entwicklung und Fertigung von Elektrofahrzeugen weiter stärken. Auftakt für die drei Forschungsinitiativen mit einem Volumen von insgesamt rund 67 Millionen Euro war eine internationale Veranstaltung am 9. und 10. Juni in Brüssel, an der 120 Forscher der 70 Partner aus insgesamt 15 Ländern und Vertreter von ECSEL Joint Undertaking, der Europäischen Union, der Europäischen Kommission und des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilgenommen haben.

Leichtere Elektrofahrzeuge mit größerer Reichweite

Durch die drei Forschungsprojekte 3Ccar, OSEM-EV und Silverstream sollen die elektrischen Systeme in Elektrofahrzeugen unter anderem um etwa ein Fünftel kompakter und leichter werden, was ihre Reichweite verbessert, und um etwa ein Viertel preiswerter. Um das zu erreichen, wird projektübergreifend zusammengearbeitet. Ergebnis dieser konzertierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind umweltschonende, sichere und robuste Elektrofahrzeuge. Dazu trägt die gesamte automobile Wertschöpfungskette vom Chipproduzenten bis zum Automobilhersteller bei.

In Elektrofahrzeugen sind durchschnittlich etwa 50 Prozent mehr elektronische Bauteile und Halbleiter verbaut als in Fahrzeugen mit bloßem Verbrennungsmotor. Sie sind also um einiges komplexer. Und auch die Betriebszeit der elektronischen Komponenten ist in Elektrofahrzeugen höher. Das ist der Ansatzpunkt des 3Ccar-Projekts (Integrated Components for Complexity Control). Ziel ist es, trotz zunehmender Fahrzeugkomplexität die Zuverlässigkeit der Automobilsysteme weiter zu erhöhen. Am 3Ccar-Projekt sind 48 Partner aus 14 Ländern beteiligt. Das Forschungsbudget beträgt 54 Mio. Euro.

Durch OSEM-EV (Optimised and Systematic Energy Management in Electric Vehicles) wird sich die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen. Die Aktivitäten der zwölf Partner liegen auf der Erforschung eines intelligenten Thermo-Managements; u.a. beim Kühlsystem für den Elektroantrieb, bei der Batterie-Lebensdauer und bei einer effizienten Energierückgewinnung. Das Forschungsbudget beträgt 8 Mio. Euro.

Ziel von Silverstream ist die Entwicklung eines preiswerten Elektro-Kleinfahrzeugs. Hieran arbeiten zehn Partner aus fünf Ländern. Das Forschungsbudget beträgt 4,5 Mio. Euro.

3Ccar, OSEM-EV und Silverstream gehören zu den zwölf wichtigsten europäischen Forschungsprojekten

Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben in der europäischen Initiative ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) zwölf Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 710 Mio. Euro zur Förderung ausgewählt. Deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind an zehn dieser Projekte beteiligt – darunter auch 3Ccar, OSEM-EV und SilverStream. Die Europäische Union verfolgt mit ECSEL das Ziel, den Weltmarktanteil der europäischen Mikroelektronik erheblich zu steigern.

* Infineon Technologies AG, München

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