Beruf

Drei Tipps für mehr Produktivität am Arbeitsplatz

| Redakteur: Georgina Bott

Streiken die Systeme oder dauern die Prozesse zu lange, ist der Griff zum Smartphone eine willkommene Ablenkung für Mitarbeiter.
Streiken die Systeme oder dauern die Prozesse zu lange, ist der Griff zum Smartphone eine willkommene Ablenkung für Mitarbeiter. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Smartphone, Social Media oder zu viele Meetings sind bekannte Zeitfresser im Berufsalltag. Doch die Ursachen für Unproduktivität stecken meist viel tiefer im Unternehmen. Denn sind Prozesse zu langsam und lassen Systeme wieder auf sich warten, sind Smartphone und Co. eine willkommene Ablenkung.

Ineffiziente System und Prozesse, veraltete Technologien und schlechtes Management sind die eigentlichen Produktivitätskiller bei vielen Arbeitnehmern in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kam die Studie „The Workforce View in Europe 2018“. Folgende Tipps sollten sich Unternehmen zu Herzen nehmen, um die Leistung ihrer Mitarbeiter nachhaltig und dauerhaft zu steigern.

1. Effizienz von Systemen und Prozessen optimieren

Haben Sie die richtigen Rahmenbedingungen für produktives Arbeiten geschaffen? Laut der Studie sind vor allem ineffiziente Systeme und Prozesse die Hauptursache (19,6 Prozent) für mangelnde Produktivität am Arbeitsplatz.

Hinterfragen Sie interne Arbeitsabläufe und strukturieren Sie Prozesse gegebenenfalls neu, um zum Beispiel unnötige Prozessschleifen einzusparen. Machen Sie sich die Digitalisierung proaktiv zu Nutze, um durch neue Technologien Systeme und Prozesse effizienter zu gestalten. Dazu gehört auch der Einsatz einer einfach zu handhabenden Software, die die Arbeit erleichtert und Prozesse verschlankt. Im Idealfall wird die Zahl der Anwendungen auf ein Minimum reduziert, um Daten nicht aufwändig zusammenführen zu müssen. Um die Software richtig anzuwenden und alle Vorteile effizient zu nutzen, sollten Mitarbeiter die Chance auf Trainings haben, in denen die Anwendung der Systeme sowie deren praktische Funktionen erklärt werden.

2. In neue Technologien investieren

Trotz unaufhörlich voranschreitender Digitalisierung des Arbeitsplatzes, besteht in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf. Veraltete Technologien landen daher bei 19 Prozent der Arbeitnehmer als Produktivitätskiller auf dem zweiten Platz. Insbesondere mit den Millennials müssen sich Arbeitgeber auf eine technikaffine Generation einstellen. Die Digital Natives leben nahezu im Netz und erleichtern sich mit Apps den Alltag. Diese Flexibilität, die neue Technologien bieten, erwarten sie auch im Berufsleben. Schaffen Sie also eine attraktive, digitale Arbeitswelt, um sich die Produktivität junger Arbeitnehmer zu sichern.

3. Management und Führungskräfte schulen

Fast jeder fünfte (18 Prozent) Arbeitnehmer in Deutschland macht das schlechte Management der Führungskräfte für die eigene Unproduktivität verantwortlich. Führungskräfte müssen in der Lage sein eine motivierende und inspirierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich Mitarbeiter angespornt und fair behandelt fühlen.

Zu oft begehen Manager fatale Führungsfehler und befeuern so unwillkürlich Misstrauen, Widerwille und Scheu. Verhindern Sie, dass die Vorgesetzten in Ihrem Unternehmen zu Micro-Managern werden, von denen sich Mitarbeiter überwacht fühlen und die keine Gelegenheit geben, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein auszuleben. Schulen Sie Ihre Führungskräfte regelmäßig darin diese Fehler zu vermeiden und Empathie und Wertschätzung zu zeigen, Ziele klar zu formulieren und Mitarbeiter in Entscheidungen einzubeziehen.

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Über die Studie

Die Studie „The Workforce View in Europe 2018“ untersucht die Haltung von Arbeitnehmern in Bezug auf die Zukunft der Arbeit. Die Studie wurde im August 2017 vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Opinion Matters für ADP durchgeführt. Insgesamt wurden 9.908 Arbeitnehmer in acht europäischen Ländern befragt, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Großbritannien. In Deutschland nahmen 1.322 Arbeitnehmer an der Studie teil.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerprotal Marconomy.de.

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