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Autonomes Flugobjekt Drohnen bauen begehbare Hängebrücke

| Autor: Sebastian Gerstl

Drohnen sind in der Lage, in für Menschen schwer erreichbare Areale vorzudringen. Dies lässt sich auch für autonome Bauprojekte nutzen: In einem Video zeigen Forscher der ETH Zürich, wie sie Flugdrohnen selbsttätig eine stabile und für Menschen begehbare Hängebrücke konstruieren ließen.

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Konstruktion: Flugdrohnen der ETH Zürich verknüpfen eigenständig ultraleichte Dyneema-Seile zu einer stabilen Hängebrücke.
Konstruktion: Flugdrohnen der ETH Zürich verknüpfen eigenständig ultraleichte Dyneema-Seile zu einer stabilen Hängebrücke.
(Bild: Institute for Dynamic Systems and Control and Gramazio Kohler Research, ETH Zurich)

Das Video entstand im Rahmen des Projekts „Aerial Construction“. Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich entwickelt und testet hierbei Einsatzmöglichkeiten für automatisierte und autonome Bauarbeiten testet.

In der von der ETH Zürich betriebenen Flying Machine Arena (FMA), in der Testversuche für autonome Drohnenflüge durchgeführt werden, konstruierten die Flugmaschinen nun erstmals eigenständig eine Hängebrücke. Zu diesem Zweck spannten und verknoteten die drei Drohnen etwa 120 Meter Seil zwischen zwei in einem Abstand von 7,4 Meter stehenden Baugerüsten.

Tragfähig: Die resultierende 7,4 Meter lange Brücke im Begehversuch.
Tragfähig: Die resultierende 7,4 Meter lange Brücke im Begehversuch.
(Bild: Institute for Dynamic Systems and Control and Gramazio Kohler Research, ETH Zurich)

Drohnen haben dank ihrer Flugeigenschaften den Vorteil, an nahezu jeden beliebigen Punkt vordringen zu können, auch ohne stabilen Untergrund zu benötigen. Um die begrenzten Ladekapazitäten der Drohnen bestmöglich zu nutzen wurde als Baumaterial Dyneema verwendet, ein Seil aus leichten, äußerst stabilen synthetischen Chemiefasern. Die daraus resultierende, eigenständig von den Flugdrohnen gebaute Brücke ist stark genug, als dass sie von einem Menschen passiert werden kann.

Laut ETH handelt es sich bei der Demonstration um einen weiteren Schritt Richtung Real-World-Szenario: Die Forscher erhoffen sich von Ihren Versuchen, neue Erkenntnisse für den Einsatz autonomer, robotischer Fahrzeuge in Architektur und Baumethodik zu erschließen.

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