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Mobbing

Druck am Arbeitsplatz fördert Aggressivität

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Physische Gewalt am Arbeitsplatz sei für manche Berufsgruppen ein erhebliches und tendenziell zunehmendes Problem, stellt die Wissenschaftlerin fest. So wiesen die Arbeitsunfähigkeitsdaten der Gesetzlichen Unfallversicherung aus, dass die Gewalt durch Dritte zumindest im Krisenjahr 2009 zugenommen hat.

Vor allem allein Arbeitende wie Kuriere, Angestellte von Tankstellen oder Spielhallen oder Taxifahrer sind Kraemer zufolge gefährdet: Laut Bundeskriminalamt ist die Zahl der Raubüberfälle auf Angehörige dieser Berufsgruppen gewachsen.

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Mehr Aufmerksamkeit vonseiten der Politik und Forschung wünschenswert

In Konfliktsituationen mit Dritten würden insbesondere solche Berufsgruppen hineingezogen, die selbst unter hoher Arbeitsbelastung stehen und mit frustrierten Kunden zu tun haben, konstatiert die WSI-Forscherin. Eine Studie zu den Arbeitsbelastungen in Jobcentern kam 2010 zu dem Ergebnis, dass ein Fünftel der dortigen Mitarbeiter schon einmal Opfer eines tätlichen Angriffs oder einer Belästigung war.

Der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zufolge war Gewalteinwirkung 2007 für fast 1600 Unfälle von Krankenschwestern oder Pflegern verantwortlich und damit die zweithäufigste Unfallursache. 222 von den erfassten Vorfällen betrafen Konflikte unter Kollegen, den Löwenanteil machten Übergriffe durch Patienten aus.

Insgesamt, so das Resümee der WSI-Expertin, sei mehr Aufmerksamkeit vonseiten der Politik und der Forschung wünschenswert. Als einen ersten wichtigen Schritt empfiehlt sie, für die Erhebung repräsentativer Daten zu sorgen.

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