E-CAE Durchgängigkeit vom Vorplanen zum Projektieren beschleunigt Engineering

Autor / Redakteur: Thomas Michels* / Reinhard Kluger

Das neue Release der Eplan Plattform bietet umfassende Möglichkeiten zur normgerechten Projektierung und im Umgang mit Sicherheitskennwerten. Einfaches Editieren von Makros und eine erweiterte Suchfunktion in den Systemeinstellungen sichern Anwendern produktives Engineering. Der entscheidende Praxisvorteil: Die Vorplanung ist jetzt direkt im System verankert.

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Erweiterungen in Eplan Pro Panel ermöglichen ein freies Verlegen von Kabeln, Drähten und Schläuchen.
Erweiterungen in Eplan Pro Panel ermöglichen ein freies Verlegen von Kabeln, Drähten und Schläuchen.
(Eplan)

Standardisiertes und in weiten Teilen automatisiertes Engineering auf einheitlicher Datenbasis kennzeichnen die neue Version 2.3 der Eplan Plattform, die jetzt zum Download verfügbar ist. Neue normgerechte Kennzeichnungen nach EN 81346 und das Austauschformat VDMA 66413 für sicherheitsbezogene Kennwerte von Komponenten werden umfassend unterstützt. Die zentrale Verwaltung von Auslaufartikeln und eine neue Suchfunktion in den Systemeinstellungen sind weitere Neuerungen der CAE-Software für mehr Transparenz und Ergonomie in der Projektierung. Weiteres Highlight ist das Thema Makros: Die Version 2.3 bietet umfangreiche Möglichkeiten im Umgang mit Makros/Teilschaltungen und deren Varianten. Neu ist, dass diese Makros projektweit und ausgesprochen übersichtlich durch tabellarische Bearbeitung editiert und bei Bedarf aktualisiert werden können. Auf diese Weise sind umfangreiche Änderungen im Projekt mit wenigen Mausklicks erledigt – mögliche Fehlerquellen werden durch die zentrale Datenhaltung reduziert.

Sicher nach Norm EN 81346 und VDMA 66413

Mechatronische Lösungen und entsprechende Kennzeichnungen in der Dokumentation charakterisieren den Projektierungsalltag. Insbesondere die Norm EN 81346 „Industrielle Systeme, Anlagen und Ausrüstungen und Industrieprodukte – Strukturierungsprinzipien und Referenzkennzeichnung“ ist international akzeptiert. Mit der Eplan Plattform 2.3 lassen sich jetzt Projektstrukturen und Produktkennzeichnungen komfortabel nach dieser aktuellen Norm umsetzen. Hinzu kommt das Thema Ausfallwahrscheinlichkeit von Komponenten und Sicherheitsfunktionen im Rahmen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Eplan unterstützt ein einheitliches elektronisches Datenaustauschformat für die erforderlichen sicherheitsrelevanten Kennwerte von Automatisierungskomponenten nach VDMA 66413. Entsprechende Sicherheitskennwerte der Gerätehersteller können per standardisierter Schnittstelle in die Artikelverwaltung von Eplan übernommen werden. Die Werte werden an den Bauteilen hinterlegt und sind so direkt in der Projektierung verfügbar. Damit entfällt das aufwendige manuelle Zusammentragen von Sicherheitskennwerten – der Anwender geht auf Nummer sicher.

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Zentrale Verwaltung von Auslaufartikeln

Auslaufartikel werden in der Regel vom Hersteller durch ein Nachfolgemodell ersetzt, verbleiben aber in Bestandsprojekten und müssen im Engineering transparent verwaltet werden. Die Eplan Plattform erleichtert mit der Version 2.3 die zentrale Verwaltung von Auslaufartikeln durch Kennzeichnung in der Artikelverwaltung. Hinzu kommen neue Prüfläufe, die Anwendern zusätzliche Sicherheit in der Projektierung geben. Einmal in der Artikelverwaltung zentral hinterlegt, ist die Information im gesamten Projekt für alle Beteiligten verfügbar. Damit schafft die CAE-Software mehr Transparenz im Engineering Prozess und hält auch Bestandsprojekte übersichtlich. Apropos Übersichtlichkeit: Die Software Eplan bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten für individuelle Anpassungen an die eigene Arbeitsweise. Mit der neuen Version 2.3 erhalten Anwender jetzt eine leistungsfähige neue Suchfunktion, die das Auffinden und Anpassen dieser Systemeinstellungen erleichtert. Auch für die in Eplan verfügbaren Projektdatennavigatoren lässt sich jetzt festlegen, ob und welche Zusatzinformationen in der Baumdarstellung angezeigt werden sollen. Die Anzeigeoptionen wurden dazu vereinheitlicht und einstellbar gemacht. Das gibt Anwendern einfache Orientierung und zusätzliche Flexibilität bei der individuellen Konfiguration. Wichtige Informationen werden schnell überblickt und die Projektierung wird produktiver.

Planen und Projektieren mit den gleichen Daten

Vorplanung und Detail-Projektierung sind Projektphasen, die zusammen gehören. Bearbeitet werden sie jedoch häufig mit unterschiedlichen Systemen. Jetzt schafft Eplan das Plus an Integration: Innovative Funktionen steigern die Projektqualität und Datendurchgängigkeit und senken zugleich den Aufwand in der Projektierung.

Die Vorplanung wurde in der Eplan Plattform 2.3 als weitere Disziplin integriert. Ob grafische Maschinen- oder Anlagenübersichten, Platzhalter für Funktionen, erste Mengengerüste für Antriebe, Sensoren und SPS-Ein-/Ausgänge oder auch Stücklisten zur Kalkulation: Umfassende Aufgaben der Vorplanung lassen sich direkt in der Eplan Plattform bearbeiten. Die darauffolgende Schaltplanerstellung und Detaillierung der Anlage bedient sich dieser umfassenden Daten – ohne Neueingabe oder Übertragung aus anderen Systemen. Anwender profitieren von einem sehr einfachen Einstieg in diese neue Planungsmethodik auf Basis der Eplan Plattform. Mit diesem Mehr an Integration steigern sie ihre Datendurchgängigkeit und Projektqualität. Gleichzeitig reduziert sich in der Praxis der Aufwand im Produktentwicklungsprozess.

Strukturen und Daten im Überblick

Der zentrale Dialog in der Eplan Plattform ist der neue Vorplanungs-Navigator. In diesem Dialog werden die definierten Segmente der Vorplanung im Projekt angezeigt und verwaltet. Durch den Einsatz von Vorplanungsmakros und per Kopieren und Verschieben bereits vorhandener Segmente mittels Drag & Drop lassen sich schnell und einfach Maschinen- / Anlagenstrukturen erstellen und bearbeiten. Alternativ bietet die CAE-Software die Möglichkeit, in der Vorplanung auch direkt im Grafischen Editor zu arbeiten. Die in der Vorplanung definierten Daten lassen sich in Auswertungen ausgeben und somit beispielsweise für Stücklisten oder zur Preis- und Aufwandskalkulation nutzen.

Der Prozess ist integrativ: Aus der Vorplanung kann mittels Navigator in einer späteren Projektierungsphase per Drag & Drop auch die Detailplanung, konkret der Schaltplan, abgeleitet und erstellt werden. Als eine weitere Alternative der Datenerfassung bietet die Vorplanung eine umfassende Importfunktionalität, mit der Daten aus Excel-Tabellen mit typischen Vorplanungsdaten in Eplan übernommen werden können. Auf diese Weise werden Informationen aus anderen Planungsabteilungen berücksichtigt. Durch Import lassen sich in Eplan zudem vollautomatisch Vorplanungsstrukturen erzeugen.

* * Thomas Michels, Leiter Produktmanagement bei Eplan Software & Service, Monheim am Rhein

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