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Steckverbinder

E-Antrieb erobert die Kommunen

| Autor/ Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Kehrmaschinen, Müllautos, Busse oder Streufahrzeuge – immer mehr Kommunen schauen bei der Neuanschaffung nicht mehr nur auf Anschaffungspreis und Betriebskosten, sondern auch auf die Energieeffizienz. Alternative Antriebe rücken auf die Wunschliste. Platz 1: Elektroantrieb – vor Erdgas und Hybrid. Spezielle Steckverbinder erleichtern den Einsatz.

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Sicher und anwenderfreundlich mit Strom fahren. In vielen Kommunen erleichtern spezielle Steckverbinder den Einsatz moderner Elektrofahrzeuge.
Sicher und anwenderfreundlich mit Strom fahren. In vielen Kommunen erleichtern spezielle Steckverbinder den Einsatz moderner Elektrofahrzeuge.
(Bild: Ulrich Steinlechner, flickr.com (CC BY-SA 2.0))

Wie schnell Elektromobile die Straßen erobern werden, da gehen die Expertenschätzungen auseinander. Doch Städte, Gemeinden und Firmen setzen bei der Ausstattung ihrer Flotten vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb ein. Gilt doch auch für kommunale Fahrzeuge wie Straßenmeisterei, Gärtnerei, Müllentsorgung: 40 Prozent CO2-Einsparung bis 2020, bis 2050 80 bis 95 Prozent. Damit gelten Kommunen als wichtige Motoren der Elektromobilität.

Der Elektroantrieb ist die effiziente, emissionsarme Alternative zum Diesel- und Benzinmotor. Die Wegstrecken in der Gemeinde sind mit Kommunalfahrzeugen mit Elektroantrieb gut zu bewältigen. Im Bauhof werden die Batterien wieder aufgeladen oder einfach gewechselt. Ein weiteres Argument, das besonders in den Finanzabteilungen überzeugt: umweltfreundliche Antriebe entlasten den Betriebshaushalt der Kommunen.

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Robuste Technik – auf die Verlass ist

Bei elektrisch betriebenen Kommunalfahrzeugen geht es nicht allein um das Laden der Antriebsbatterien, sondern auch um die zunehmende Ausstattung der Fahrzeuge und der Komponenten mit Sensorik und Intelligenz. Kommunalfahrzeuge enthalten heute eine Reihe von Computern zum Steuern oder Dokumentieren. Der Informationsaustausch über entsprechende Bus-Systeme muss problemfrei ablaufen, vor allem, wenn es um Abrechnungsfragen mit dem Bürger geht.

Wichtig ist der problemlose Wechsel von modularen Einheiten, zum Beispiel im Straßen- und Winterdienst. Dafür werden Steckverbinder mit sehr speziellen Eigenschaften benötigt. Diese Einheiten sind einerseits mit Energie zu versorgen, andererseits müssen auch die Mess- und Steuersignale zuverlässig mit dem Fahrzeug verbunden werden. Es sind Stecker gefragt, die bei jedem Wetter zuverlässig arbeiten. Die Einsatztemperaturen im Kommunalbetrieb reichen von eisigen -40°C bis zu 100°C. Außerdem müssen die Steckverbinder vibrationsfest sein und unempfindlich gegenüber Schlägen, Stößen und Treibstoffen. Hinzu kommt, dass die Handhabung auch von Personen ohne elektrotechnische Ausbildung erfolgt. „Oft sind diese es gewohnt, kräftigt zuzupacken und weniger auf technische Feinheiten zu achten. Eine auf den ersten Blick weniger wichtige Komponente, wie ein Stecker, wird da auch öfters mal etwas ruppiger angefasst. Deshalb müssen sie robust, sicher und einfach in der Anwendung sein. Dazu gehören Verriegelungssysteme, Berührungsschutz und die Sicherheit gegenüber Verpolung. So kann man praktisch nichts falsch machen“, erläutert Winnijar Kauz, Produktmanager für E-Mobility Steckverbinder bei Multi-Contact.

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