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BMW E-Scooter geht in Serie – LI-Speichermodule kommen aus dem i3

| Redakteur: Robert Weber

Der bayerische Auto und Motorradbauer BMW feiert den Start der Serienproduktion seiner elektrischen Scooter im Werk Berlin. Die Ingenieure bedienen sich dabei den Batterien aus dem Pkw i3, der in Leipzig gefertigt wird.

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Die Serienproduktion des elektrischen Scooters von BMW läuft an. Bei der Batterie verlassen sich die Ingenieure auf die Erfahrungen von den Kollegen aus Leipzig.
Die Serienproduktion des elektrischen Scooters von BMW läuft an. Bei der Batterie verlassen sich die Ingenieure auf die Erfahrungen von den Kollegen aus Leipzig.
(Bild: BMW)

Dreieinhalb Jahre Entwicklungszeit liegen hinter dem gesamten Projektteam, von der Initialphase bis zur Serienreife. Für die Produktion des Elektro-Scooters ist auf einer Fläche von rund 800 m² ein neues Montageband entstanden, an dem speziell für Hochvoltarbeiten geschulte Mitarbeiter die Komponenten des Elektro-Scooters in wenigen Montageschritten zusammenbauen. Mit der Produktion des BMW C evolution schlägt das BMW Werk Berlin ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf und bündelt an nur einem Standort drei spezielle Kompetenzen. Neben der reinen Fahrzeugmontage fertigen die Berliner Mitarbeiter vor Ort auch die Hochvoltbatterie aus einzelnen Batteriemodulen und verfügen über die dafür erforderliche Analysekompetenz.

Erfahrungen aus Dingolfing und Leipzig nutzen

„Damit betreten wir aus Produktionssicht Neuland im Berliner Werk.“, erklärt Werksleiter Dr. Marc Sielemann. „Auf diese neuen Arbeitsumfänge haben wir uns in den letzten Monaten systematisch vorbereitet und das dafür notwendige Know-how aufgebaut.“

Kernstück des Elektro-Scooters sind Lithium-Ionen-Speichermodule, identisch zu denen des Elektroautos BMW i3, die aus dem BMW Werk Dingolfing zugeliefert werden. Drei dieser Module mit jeweils 12 Batteriezellen werden in einem Aluminium-Druckguss-Gehäuse zusammengefasst. Bei der Montage der Hochvoltbatterie profitiert das Werk Berlin von den Erfahrungen der Kollegen in den BMW Werken Dingolfing und Leipzig, wo der BMW i3 vom Band läuft. Das beinhaltet auch die hohen Sicherheitsstandards im Umgang mit der Hochvolttechnik. Einen Einblick in die Produktionsprozesse im Werk Leipzig liefert unsere Bildergalerie.

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Der Produktionsprozess des C evolution ist modular aufgebaut und konnte bis auf die spezifischen Umfänge des Elektroantriebs in die bestehenden Anlagen und Strukturen integriert werden. „Im gesamten Produktionsprozess des

C evolution können wir viele Synergien im Werk nutzen und damit unsere Effizienz weiter steigern.“, ergänzte Sielemann. Die Montage der Hochvoltbatterien erfolgt dabei in einem speziell abgetrennten Produktionsbereich. Sie werden wegen ihres hohen Gesamtgewichts mit speziellen Handlingsgeräten bewegt. Eigens ausgebildete Mitarbeiter testen die Hochvoltbatterien umfangreich auf Funktionen und Sicherheit, bevor sie die Montagelinie erreichen. Dort dienen sie als zentrales Modul und tragendes Element beim Fahrzeugaufbau. Es erfolgt die Montage der Triebsatzschwinge mit flüssigkeitsgekühlter E-Maschine, Zahnriemen und Planetengetriebe sowie des Front- und Heckrahmens. Bevor der komplette Antriebsstrang mit Hochvoltbatterie den gesicherten Bereich in Richtung Endmontage verlässt, erfolgt abschließend eine komplette Systemprüfung.In der Folge durchläuft der BMW C evolution die gleichen finalen Produktionsabschnitte wie alle anderen BMW Motorräder und Maxi-Scooter. Hierzu gehören die Medienbefüllung (hier Kühl- und Bremsflüssigkeit), der Rollenprüfstand und der Finishbereich, wo die im Werk lackierten Karosserieteile sowie die Sitzbank montiert werden.

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