Inbetriebnahme von Anlagen
SPS-Diagnosepuffer um eine Informationsquelle reicher

Von Andy Carius, CTO der Indu-Sol GmbH, und Dipl.-Ing. (FH) Nora Crocoll, Redaktionsbüro Stutensee 7 min Lesedauer

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Wohl fast jeder Maschinenbauer kennt das Szenario bei der Inbetriebnahme: Anstatt mit Loop Checks und Funktionstests die Maschine zu prüfen oder diese starten zu können, kämpft man gegen sporadische, nicht reproduzierbare Ereignisse in der Profinet-Kommunikation. Die Ursachen sind meist nicht klar nachzuvollziehen. Besser wäre es, mit eindeutigen Informationen die Ursachen schnell auffinden und sich voll auf die Inbetriebnahme zu konzentrieren.

Agent Blond von Indu-Sol wird als rückwirkungsfreie Messstelle ins Netzwerk integriert, um die Netzwerk-Kommunikation zu überwachen. Die erfassten Informationen werden ins SPS-Diagnoseprotokoll integriert. (Bild:  Indu-Sol)
Agent Blond von Indu-Sol wird als rückwirkungsfreie Messstelle ins Netzwerk integriert, um die Netzwerk-Kommunikation zu überwachen. Die erfassten Informationen werden ins SPS-Diagnoseprotokoll integriert.
(Bild: Indu-Sol)

Es ist kein unbekanntes Phänomen, dass Fehler in der Inbetriebnahme auftreten bzw. dabei ans Tageslicht gefördert werden. Dieser Zustand ist normal und lässt sich mittlerweile als Grafik verallgemeinernd darstellen („Badewanneneffekt“). Dass am Anfang die Fehlerhäufigkeit sehr hoch ist, ist kein überraschendes Phänomen weder der Elektrik noch der Mechanik oder des Netzwerkes.

Vielmehr ist damit zu rechnen und es sollte ein entsprechender Zeitraum für die Überführung einer Maschine oder Anlage in den Dauerbetrieb eingeplant werden. Bedenklich wird es dann, wenn sich dieser Zeitraum unvorhergesehen verlängert, weil plötzliche und nicht reproduzierbare Effekte in der Steuerung eintreten und kein koordiniertes Vorgehen gewährleistet ist.