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Kühlgerät Blue e+ im Feldtest bei Weisser Ein Kühlgerät für alle Netze

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Blue e+ heißt die neue Schaltschrankkühlgeräte-Generation von Rittal, die den weltweiten Einsatz an verschiedenen Netzspannungen mit nur einem Gerät ermöglicht. Für die Maschinenbau-Branche bedeutet die Mehrspannungsfähigkeit hohe Flexibilität und Planungssicherheit. Darüber hinaus setzt Rittal durch den erstmaligen Einsatz von Hybridtechnologie bei Schaltschrankkühlgeräten neue Maßstäbe in Sachen Wirtschaftlichkeit. Dies bestätigen die ersten Resultate aktueller Messungen beim Maschinenbauer J.G. Weisser Söhne.

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Seit Februar 2015 befindet sich ein Testgerät der Serie Blue e+ im Leistungscheck bei der J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG – und somit unter realen Produktionsbedingungen.
Seit Februar 2015 befindet sich ein Testgerät der Serie Blue e+ im Leistungscheck bei der J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG – und somit unter realen Produktionsbedingungen.
(Bild: Rittal)

Seit Februar 2015 befinden sich ein Testgerät der Serie Blue e+ von Rittal im Leistungscheck in St. Georgen bei der J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG – und somit unter realen Produktionsbedingungen. Im direkten Vergleich wird ein Wandanbaugerät mit 1.500 W Kühlleistung der neuen Serie mit einem aktuellen Wandanbau Kühlgerät an identischen Maschinensteuerungsschränken getestet.

Weniger Aufwand für Lagerhaltung

Über die neuen technischen Möglichkeiten, insbesondere die Mehrspannungsfähigkeit, zieht Thorsten Rettich, Geschäftsführer Technik von J.G. Weisser GmbH & Co. KG, ein erstes Fazit: „Dadurch, dass wir zukünftig nur mit einem Gerät planen und damit gleichzeitig alle Netzspannungen und Frequenzen unserer Kunden weltweit abdecken können, sind die Blue e+ Kühlgeräte ein absoluter Benefit für uns. Die Reduzierung in der Lagerhaltung und Stammdatenverwaltung auf nur noch eine Artikelnummer pro Leistungsklasse spart uns Zeit und Kosten von der Planung über den Einkauf bis zur Lagerhaltung. Die sehr hohen Einsparungsmöglichkeiten beim Energieverbrauch, die wir bisher selbst in unserer Teststellung ermittelt haben, können wir natürlich auch als Werbung bei unseren Kunden nutzen.“

Hybridtechnologie senkt Energieverbrauch

Die Mehrspannungsfähigkeit der neuen Kühlgeräte basiert auf einer Inverter-gesteuerten Hybridtechnologie, die erstmals für Schaltschrankkühlgeräte entwickelt wurde. Der Inverter verarbeitet alle gängigen Eingangsspannungen und ermöglicht somit den weltweiten Einsatz. Die Hybridtechnologie besteht aus einer Kombination eines klassischen Kompressor-Kühlgerätes und einer Heat Pipe. Diese sorgt für eine passive Kühlung ohne Energieverbrauch. Der Kompressor kommt nur dann zum Einsatz, wenn die passive Kühlung nicht mehr ausreicht. Zudem sind die Geräte leistungsgeregelt und kühlen dadurch bedarfsgerecht. Damit lässt sich nicht nur Energie sparen, auch die Lebensdauer des Kompressors wird verlängert.

Alle Infomationen auf einen Blick

Das grafische Touchdisplay an der Front bietet alle relevanten Informationen auf einen Blick. Systemmeldungen werden verständlich angezeigt. Standardisierte Kommunikationsschnittstellen sorgen für einfachste Einbindung in die Anlagenvisualisierung bzw. -bedienung einer Produktionsanlage. Die Near-Field-Communication Schnittstelle (NFC) ermöglicht eine einfache Parametrierung mehrerer Kühlgeräte über ein NFC-fähiges mobiles Endgerät.

Die Kühlgeräte decken einen Leistungsbereich von bis zu 6.000 W ab (vorher: maximal 4000 W) und sind bei Temperaturen von - 30 bis 60° C einsetzbar. Das UL-Listing ermöglicht den Betrieb der Kühlgeräte in den USA auch ohne zusätzliche Zertifizierung. (mz)

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