Baugewerbe Ein neuartiger Seilroboter baut Mauern und Zwischendecken

Quelle: Universität Duisburg-Essen 1 min Lesedauer

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Die Automatisierung geht auch am Baugewerbe nicht spurlos vorbei. Ein neuer Roboter könnte schon bald Arbeiten auf der Baustelle übernehmen.

Hinten ist der spinnenartige Seilroboter zu sehen, der das Bauen revolutionieren könnte. Er wurde an der UDE vorgeführt. Von links: Tobias Bruckmann, Rektorin Barbara Albert, Staatssekretär Daniel Sievecke, Alexander Malkwitz, Dieter Schramm und Aileen Pfeil.(Bild:  UDE / B. Vierjahn)
Hinten ist der spinnenartige Seilroboter zu sehen, der das Bauen revolutionieren könnte. Er wurde an der UDE vorgeführt. Von links: Tobias Bruckmann, Rektorin Barbara Albert, Staatssekretär Daniel Sievecke, Alexander Malkwitz, Dieter Schramm und Aileen Pfeil.
(Bild: UDE / B. Vierjahn)

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) hat einen Seilroboter vorgestellt. Laut einer Mitteilung übernimmt die Maschine schwere körperliche Arbeit und führt sie automatisiert und präzise aus. Das habe zur Folge, dass innerhalb weniger Stunden eine komplette Etage fertig gemauert sei. Dann wechselt der Roboter das Werkzeug und platziert Deckenelemente als Basis für das nächste Geschoss, wie es weiter heißt.

Roboter zwingen zum Umdenken in der Baubranche

Die Technik könnte die erlösende Antwort auf den akuten Fachkräftemangel sein, indem sie eben unbeliebte, schwere und monotone Arbeiten übernimmt. Die Forscher sind dazu im Dialog mit Ausbildern und Bauunternehmen, um in Erfahrung zu bringen, wie künftig angehendes Baustellenpersonal den Umgang mit automatisierten Bauverfahren in der beruflichen Aus- und Weiterbildung erlernen kann. Denn die Planungen an einer Baustellen werden dann anderen Regeln folgen müssen, wie die Experten anmerken. Das heißt, dass neue Wege in puncto Mensch-Maschine-Interaktion sowie bei der Baustelleneinrichtung und -logistik zu gehen sind. Diese Wege würden die Forscher nicht ohne Abstimmung mit Bauspezialisten gehen können.

Diese Kette von Schritten eines Bauvorhabens greift die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsgruppe FOR 5672, das, wie betont wird, Informationsrückgrat des durch Robotertechnik unterstützten Bauens unter der Leitung der Technischen Universität München, auf. Denn hier entwickeln die Roboterspezialisten der UDE Softwaremodelle von Baurobotern. Zusammen mit Softwarebausteinen anderer Universitäten zur Koordination aller Akteure erlaubten diese den simulierten Blick in die automatisierte Baustelle der Zukunft, um entsprechende Prozesse, Bauverfahren und Systeme zu entwickeln und zu optimieren.

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