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Energiemanagement Ein Standard mit Potential

| Redakteur: Carina Schipper

Die Reduzierung des Energieverbrauchs gehört zu den Top-Themen, mit denen sich die Wirtschaft auseinandersetzen muss. Wer nicht engagiert sei, verpasse schnell den Anschluss, so die Zertifizierer von Lloyd’s Register Quality Assurance (LQRA). Der Schlüssel zum Erfolg liege in der Einhaltung von Standards und Normen und der Verbesserung von Prozessen.

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Allein die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Solar kann die Energiewende nicht stemmen, deshalb verlangt die Politik Sparmaßnahmen von den Unternehmen.
Allein die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Solar kann die Energiewende nicht stemmen, deshalb verlangt die Politik Sparmaßnahmen von den Unternehmen.
(Bild: LQRA)

Unternehmen, die in robuste Managementsysteme investiert haben, hätten die Wirtschaftskrise besser gemeistert, heißt es vom Zertifizierungsunternehmen. Die ISO 50001 legt den internationalen Standard für Energiemanagementsysteme fest. Ähnlich strukturiert wie die ISO 14001 stellt sie eine praxisnahe und eindeutige, auf kontinuierliche Verbesserung ausgerichtete Norm dar. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess entschiedet über die energieeffiziente Entwicklung der Unternehmen. Sie verhindere, dass, Unternehmen sich nicht auf einmal erreichten Erfolgen ausruhen und dadurch ins Hintertreffen geraten, erklärt der Dienstleister. Das Managementsystem stützt sich auf eine systematische und strukturierte Ermittlung und Bewertung der Prozesse mit Energiebedarf.

EU nimmt Nicht-KMUs in die Pflicht

Das Zertifikat ISO 50001 bildet die Voraussetzung für die Ausgleichsregelung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für energieintensive Unternehmen sowie für die Steuerrückerstattung nach dem Strom- und Energiesteuergesetz. Die Umsetzung der EU – Direktive, das am 24.04.2015 veröffentlichte Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G), verlangt von allen Nicht-KMUs einen Energieaudit nach DIN 16247-1 bis zum 05.12.2015 (danach alle 4 Jahre). Die EU sieht keine Übergangsfristen vor. Bei nicht rechtzeitiger Auditierung können Strafzahlungen bis zu 50.000 Euro auf die betreffenden Betriebe zukommen. Eine vorhandene Zertifizierung nach ISO 50001 erübrigt diese Pflicht. Liegt noch keine entsprechende Zertifizierung vor, können Firmen laut LQRA unter bestimmten Voraussetzungen einen großzügigen Übergangszeitraum in Anspruch nehmen.

Mit Kennzahlen lenken – Energiemanagement als Führungsinstrument

Datentransparenz spielt die Hauptrolle für effiziente Energieverbrauchsanalysen. Durch eindeutige Kennzahlen und strukturierte Prozessmodelle biete dieses System eine weitere Möglichkeit, Unternehmen erfolgreich zu lenken, versprichen die Management-Spezialisten. Unternehmen, die den Spitzenausgleich aus Energie – und Stromsteuer (SpaEfV) beantragen, müssten nachweisen, dass sie verantwortungsvoll mit Energie umgehen und Einsparziele festlegen. Eine Testierung bringt eine Steuerrückerstattung mit sich, ohne – wie beim EEG – einen Mindestverbrauch an Energie belegen zu müssen.

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