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AMB 2016 Ein Systemprogramm, das Maschinen automatisiert belädt

Redakteur: Katharina Juschkat

Dass auch in der Metallbearbeitung die Automatisierung voranschreitet, will Schunk auf der AMB 2016 zeigen. Die Messe für Metallbearbeitung findet vom 13. bis 17. September statt und zeigt Entwicklungen bei Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeugen und die zugehörige Peripherie für die spanabhebende Metallbearbeitung.

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Auf der AMB zeigt Schunk ein umfassendes Systemprogramm zur automatisierten Beladung von Werkzeugmaschinen.
Auf der AMB zeigt Schunk ein umfassendes Systemprogramm zur automatisierten Beladung von Werkzeugmaschinen.
(Bild: Schunk)

Die automatisierte Maschinenbeladung und Industrie 4.0 sind aus Sicht von Dr. Markus Klaiber, Technischer Geschäftsführer bei Schunk, die Themen der AMB 2016. „Moderne Werkzeugmaschinenkonzepte müssen drei Faktoren berücksichtigen: kurze Zykluszeiten, eine hohe Anlagenverfügbarkeit sowie die Möglichkeit, flexibel auf Modifikationen und Nachfrageänderungen reagieren zu können“, sagt Klaiber und sieht vor allem beim Mittelstand Handlungsbedarf. „Gerade Unternehmen mittlerer Größe könnten leer ausgehen, wenn sie kein Automatisierungs-Know-how aufbauen und nicht in Roboter- und Portallösungen sowie in flexible Fertigungssysteme investieren.“

Systemprogramm zur automatisierten Maschinenbeladung

Die spanende Fertigung stehe vor der Herausforderung, dass in wenigen Operationen und mit minimalen Rüstzeiten ein möglichst großes Teilespektrum abgedeckt werden muss. „Das kann wirtschaftlich gelingen, wenn alle Potenziale der Automatisierung genutzt werden“, sagt Klaiber. Auf der AMB zeigt das Unternehmen passend dazu ein Systemprogramm, das automatisiert Werkzeugmaschinen belädt. Es umfasst viele Spannmittel und Greifsysteme, die im Dauerbetrieb einen prozessstabilen Werkstückwechsel bewirken und präzise arbeiten sollen. Das Programm kann in der Großserienfertigung oder für die Beladung bei Losgröße eins eingesetzt werden.

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Um die Prozesssicherheit zu steigern und den Bearbeitungsprozess effizienter zu machen, baut Schunk zudem das Programm der schwingungsdämpfenden Hochleistungs-Hydro-Dehnspannfutter Tendo E Compact und Tendo Aviation aus. Die Aufnahmen sollen enorme Spannkräfte bewirken bzw. über eine mechanische Auszugssicherung verfügen, wie sie im Bereich der Luft- und Raumfahrt vorgeschrieben ist.

Produktionssysteme weltweit vernetzen

Industrie 4.0 ist aus Sicht des Unternehmens kein kurzfristiger Hype, sondern die Fortführung einer jahrzehntelangen Entwicklung. „Produktionssysteme von morgen werden erstklassig vernetzt sein und unter anderem auch mithilfe der Spannmittel und Greifsysteme den eigenen Status als auch den ihrer Umwelt erfassen“, erklärt Klaiber. „Wir sind mit der Entwicklung einen Schritt weiter, sobald automatisierte, autonome Systeme Störungen selbst beheben können.“

Die Komponenten des Unternehmens sollen einen Beitrag dazu leisten. „Mit intelligenten Greifern können wir direkt am Werkstück Fehler schnell wahrnehmen und mit der übergeordneten Leittechnik und mit intelligenten Spannmitteln den Fertigungsprozess optimieren, auf einen Variantenarbeitsplan wechseln oder auf einer anderen Maschine weiterproduzieren“, sagt Klaiber. (kj)

AMB 2016: Halle 1, Stand 1G12

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