Stuttgart Einblicke in das neue Automatisierungszentrum von Omron

Von Sandro Kipar 3 min Lesedauer

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Es ist das erste seiner Art außerhalb von Japan: Omron eröffnet sein Automatisierungszentrum in Deutschland. Wir waren vor Ort und haben uns die Einrichtung genauer angeschaut.

Mit dem Demobereich will Omron seinen Kunden Lösungen entlang der Wertschöpfungskette aufzeigen. (Bild:  Sandro Kipar/VCG)
Mit dem Demobereich will Omron seinen Kunden Lösungen entlang der Wertschöpfungskette aufzeigen.
(Bild: Sandro Kipar/VCG)

Ein Innovationszentrum für Automatisierung im Herzen von Baden-Württemberg: Strategisch günstig in direkter Nachbarschaft zum Flughafen Stuttgart liegt das neue Automatisierungszentrum von Omron. Hier sollen ab sofort Kunden und Partner von Omron auf 2.372 Quadratmetern die Möglichkeit haben, an Automatisierungsprojekten zu arbeiten und so die Effizienz in der eigenen Produktion zu steigern. Die Einrichtung wurde dabei so aufgebaut, dass die einzelnen Räume genau aufeinander abgestimmt sind.

„Die Automatisierungszentren von Omron sind auf der ganzen Welt ähnlich aufgebaut“, sagt Benjamin Papst, Regional Marketing Manager bei Omron. Insgesamt 48 Automationszentren und Proof-of-Concept-Labore unterhält das Unternehmen weltweit. Der Eingangsbereich mit seiner modernen Architektur und den industriellen Elementen soll den Kunden schon beim ersten Schritt durch die Eingangstür abholen, so Papst. Danach geht der Weg weiter zu einem geräumigen und hellen Konferenzraum, wo über die Automatisierungsprobleme des Kunden gesprochen und Projekte vorgestellt werden können. Von dort aus geht es an einer Tafel vorbei, welche die Geschichte des Unternehmens mit all seinen Innovationen und Produkten in einem großen Schaubild präsentiert. Dahinter wartet das Herzstück der Anlage: Der Demobereich.

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Das Zentrum in Stuttgart ist nicht das erste in Europa. Neben ihm gibt es zum Beispiel noch ein weiteres Zentrum in Barcelona. Aber das neue Zentrum ist für Omron dennoch etwas Besonderes: „Das was wir hier in Stuttgart eröffnet haben ist etwas, was es in dieser Form nur noch in Tokio gibt“, sagt Klaus Kluger, Geschäftsführer von Omron in Zentral- und Osteuropa. Das liege daran, dass in den Automatisierungszentren in Tokio und Stuttgart ganze Produktionslinien des Unternehmens abgebildet werden können. „Unsere Automatisierungszentren in Barcelona, Singapur oder Shanghai sind alle sehr produktfokussiert. Wir zeigen dort unseren Umrichter, unseren Controller, vielleicht auch unseren Roboter und was er machen kann. Die Aufgabe dieses Technologiecenters hier in Stuttgart ist es jedoch, Industrielösungen aufzuzeigen“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Vor allem die Bereiche Verpackung, Lebensmittel, Pharma, Automotive und Logistik sollen damit angesprochen werden. Das Automatisierungszentrum ist dabei so aufgebaut, dass der Demobereich auf den spezifischen Kunden zugeschnitten werden kann. Kluger erwartet dabei vor allem interessierte OEMs, aber auch Endkunden seien eingeladen, um sich einen Eindruck vom Omron-Portfolio zu verschaffen.

Wir wollen bei den technologischen Entwicklungen der nächsten Jahre mit dabei sein.

Klaus Kluger, Geschäftsführer Omron Zentraleuropa und Osteuropa

Der Standort in Stuttgart wurde dabei bewusst ausgewählt. Bezogen auf die Geschäftszahlen liegt der europäische Markt für Omron auf Platz 3 hinter China und dem Heimatmarkt Japan. „Und der größte Automatisierungsmarkt in Europa ist Deutschland, mit ganz großem Abstand“, so Kluger. „Hier werden von vielen Unternehmen auch Standards für ganze Produktionslinien in den großen Industriebranchen gesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass wir hier präsent sind. Wir wollen bei den technologischen Entwicklungen der nächsten Jahre mit dabei sein.“ Für den Geschäftsführer ist der deutsche Markt ein Trendsetter. Von diesen Trends könne auch Omron profitieren. „Deswegen sitzen in diesem Automatisierungszentrum auch keine Vertriebsleute, sondern echte Fachleute, die auf Augenhöhe mit unseren Kunden sprechen können, über Themen wie künstliche Intelligenz, die gerade aufkommen. Da wollen wir Sparringspartner sein.“

Diese Entwicklungen können unter anderem im Raum hinter dem Demobereich stattfinden. Im Proof-of-Concepts-Labor haben Kunden die Möglichkeit, Lösungen aufzubauen und auszuprobieren - ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. Omron will dabei die wichtigsten Themen aus der Automatisierung abdecken: Machine Vision, Robotics, Motion Control, aber auch KI und Safety. Es gibt sogar abgeschlossene Räume, die ein Kunde über längere Zeit nutzen kann. Für Geschäftsführer Klaus Kluger ist jedoch nichts in Stein gemeißelt: „Das Automatisierungszentrum ist kein Museum, das kann schon morgen ganz anders aussehen. Es ist ein lebendes Objekt, an dem kontinuierlich gearbeitet wird.“

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