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Sensor + Test 2018

Eine Maschine, die den Techniker ruft

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der SAP-Partner all4cloud will auf der Messtechnikmesse Sensor + Test in Nürnberg ein IIoT-Szenario live zeigen – von der Störung bis zur Rückmeldung eines Technikers, auf Basis der Cloud-ERP-Lösung SAP Business Design und dem dafür spezialisierten Add-On eam4cloud.

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im „Sonderforum Sensorik und Messtechnik im Industrial Internet“ auf der Sensor + Test zeigt all4cloud sein IIoT-Szenario live.
im „Sonderforum Sensorik und Messtechnik im Industrial Internet“ auf der Sensor + Test zeigt all4cloud sein IIoT-Szenario live.
(Bild: all4cloud GmbH & Co. KG)

Aufgrund des wachsenden Industrial-IoT-Marktes wird die zustandsorientierte Instandhaltung bei Unternehmen enorm wichtig werden, weil sich dadurch Abläufe in der Instandhaltung und im Service beschleunigen lassen. „Es wäre doch toll, wenn eine Maschine selbst den Service benachrichtigt“, sagt Detlef Aden, IoT- und Digitalisierungsexperte bei all4cloud, „beispielsweise dann, wenn eine Anomalie oder Störung auftritt.“ So lassen sich Maschinen schnell wieder betriebsbereit machen – ohne, dass das Hauptgeschäft massiv beeinträchtigt wird.

Sensoren überwachen permanent den Zustand

Die Zustandsdaten der Maschine, Anlage oder des Fassadenelementes erfassen und übermitteln Sensoren und Zähler. Ohne Zeitverlust melden sie Normabweichungen und Störungen. Wann dies geschieht, lässt sich im Vorfeld definieren, anhand von hinterlegten Regeln. Eine solche Regel könnte lauten: „Sensor, melde sofort, sobald die Vibrationen einer Maschine das definierte Normlevel überschreiten.“ Auf diese Weise leisten Sensoren dem Service bereits heute unfassbar gute Dienste.

Damit werden zum einen Wartungen nicht mehr vergessen, weil die Maschinen melden, dass diese anstehen. Zum anderen lassen sich Wartungs- und Inspektionsaufträge automatisch planen, initiieren und zuteilen – verbrauchs- und zustandsabhängig. Predictive Maintenance ist daher ein IoT-Szenario, das sich immer stärker durchsetzen wird. Drittens lassen sich Service-Prozesse von zeitaufwändigen administrativen Aufgaben befreien. Nach einer Stör- oder Wartungsmeldung durch einen Sensor geht dabei automatisch ein Arbeitsauftrag an die Techniker, die sich der Sache annehmen. Anschließend werden alle Daten, etwa Zeitaufwand oder die Anzahl der benötigten Ersatzteile, automatisch an das ERP-System gemeldet. Wird die Wartung nicht inhouse durchgeführt, sondern als Dienstleistung für einen Kunden erbracht, lässt sich aus dem ERP-System bereits wenig später eine Rechnung versenden und abrechnen. Somit ist der Prozess nahezu vollständig automatisiert.

Für ein IoT-Szenario dieser Art brauchen Unternehmen vier Dinge:

  • Sensoren, Zähler & Condition Monitoring Systeme, die Werte und Daten liefern. Auch alte Anlagen werden dadurch IoT-fähig, große Neu-Investitionen sind nicht erforderlich.
  • Eine Cloud-basierte Enterprise Asset Management-Lösung, die einen digitalen Zwilling der Anlage oder des Produktes erstellen und verwalten kann.
  • Ein Cloud-ERP, beispielsweise SAPS4/HANA oder SAP Business ByDesign.
  • Eine Cloud-Plattform als IoT-Cockpit.

Experte Aden erklärt: „Die Digitalisierung sorgt dafür, dass sich Produktionsabläufe, Arbeitsweisen oder Dienstleistungen verändern. Fast 80 % der Prozesse lassen sich automatisieren. Mithilfe von intelligenten Technologien können Unternehmen heutzutage auch ihren Service oder die Instandhaltung effizienter als bisher betreiben. Und das alles live im System.“

Die Digitalisierung bietet somit allen Beteiligten Vorteile: Sie beschleunigt Prozesse. Die Kunden sind schneller zufrieden gestellt. Die Mitarbeiter in der Instandhaltung werden von administrativen Aufgaben befreit und können sich stärker auf das konzentrieren, was sie gerne tun: konstruieren, bauen, reparieren. Und weil top-gepflegte Maschinen länger laufen, und das bei konstant hoher Qualität, reduzieren sich Investitionskosten für neue Maschinen.

Sensor + Test 2018: Halle 5, Stand 5-106/18

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