Suchen

Automatica 2016 Einfach 4.0 – leichter zur intelligenten Fabrik

| Redakteur: Ines Stotz

Vielschichtigkeit und Interdisziplinarität nehmen mit dem Einzug neuer Technologien immer mehr zu, die Fragestellungen werden komplexer. Deshalb zeigte Sigmatek auf der Automatica in München Automatisierungstechnik, die den Maschinenbauer bei seinen Industrie-4.0-Konzepten unterstützt. Motto: „Einfach 4.0“.

Firmen zum Thema

Schnelles und einfaches Engineering mit vorgefertigte Templates: Lasal von Sigmatek
Schnelles und einfaches Engineering mit vorgefertigte Templates: Lasal von Sigmatek
(Bild: Sigmatek)

Leichter machen ist das Credo. Durchdachte Produkte und Lösungen erleichtern die Realisierung von intelligenten, vernetzten Anlagen und Fabriken – das verspricht der Hersteller kompletter Automatisierungssysteme aus dem Österreichischen Lamprechtshausen den Maschinen- und Anlagenbauern. Da ist etwa das HGW 1031, ein kabelloses Handbediengerät für die Datenübertragung via WLAN. Dadurch fallen die bis zu 25 m langen Kabel weg und der Anwender verfügt über eine neue Freiheit beim Beobachten sowie Bedienen direkt vor Ort. Trotz integriertem Akku-Pack wiegt das Gerät in Schutzart IP54 lediglich 1.100 g und stellt so ein ermüdungsarmes Arbeiten sicher. Für anspruchsvolle Visualisierungen ist das mobile Panel mit einem resistiven 10,4“ Farb-Touchscreen und EDGE2-Technology Prozessor ausgestattet. Sowohl Rechts- als auch Linkshänder können es komfortabel bedienen. Die WLAN-Kommunikation soll die Ergonomie der Maschine oder Anlage mit Blick auf Industrie 4.0 erhöhen.

Zuwachs in der S-Dias-Familie

Die vielfältige Palette des flexiblen Steuerungs- und I/O-Systems S-Dias, das neben CPU- und I/O- auch Safety- und Motion-Module umfasst, wird regelmäßig erweitert.

Bildergalerie

Neu in der Familie mit Modulmaßen von 12,5 x 104 x 74 mm ist das Eingangsmodul DM 811 zum präzisen Messen von Absolutdruck (0-1600 mbar). Zudem ist es mit einem PT100-Temperatureingang (0-300°C) ausgestattet. Wirtschaftliche Effizienz erlangt das Universalmodul durch zusätzliche acht digitale Eingänge.

Das DM 167 vereint je acht digitale Ausgänge und Eingänge auf einem Modul. Primär- und Sekundärseite sind durch Optokoppler getrennt.

Ein kompaktes CPU-Modul für kleinere Anwendungen steht mit der CP 102 zur Verfügung. Ethernet-, CAN-Bus- und USB-OTG-Schnittstellen sind on-board.

Das RC 001 erweitert S-Dias-CPU-Module wie die CP 102 um eine Echtzeituhr. Eine Lithiumbatterie sorgt dafür, dass Datum und Uhrzeit auch im spannungslosen Zustand nicht stehen bleiben.

Das DI 205 stellt 20 digitale, masseschaltende Eingänge mit Pull-up Widerstand auf 24V-Pegel bereit. Jeder einzelne Eingang lässt sich mit einem Transistor oder einem Schalter auf Masse ziehen.

Schnell und einfach zur Anwendungssoftware

Modular und übersichtlich aufgebaute Software ist ein Erfolgsfaktor im modernen Maschinenbau. Mit Lasal lassen sich Maschinenapplikationen durchgängig realisieren: Steuerungsprogrammierung, Visualisierung, Motion Control, Safety, Diagnose und Fernwartung sind auf einer Engineering-Plattform vereint. Vorgefertigte Templates vereinfachen und verkürzen die Applikationserstellung. Die umfangreiche Bibliothek wird laufend ausgebaut und umfasst Funktionen wie Temperaturüberwachung, Regler, Bahnsteuerung interpolierende Bewegung mehrerer Achsen, CNC-Funktionalitäten, ruckbegrenzte Fahrprofile und verschiedene Roboter-Kinematiken. Die Software vereint objektorientierte Programmierung (nach IEC 61131-3) mit grafischer Darstellung. Basierend auf gekapselten Software-Bausteinen lassen sich Programmteile einfach ändern und wiederverwenden. Der Varianten-Editor ermöglicht, ausgehend von einem Basisprojekt, ein komfortables Verwalten beliebig vieler Maschinenausführungen in nur einem Projekt. Die unterschiedlichen Varianten oder Optionen lassen sich einfach aktivieren bzw. deaktivieren. Und dank der Scripting-Funktionalität kann der Programmcode der jeweiligen Variante auf Knopfdruck automatisch erstellt werden – das bedeutet hohe Effizienz. Für übersichtliche Software-Strukturen bei Mehr-CPU-Lösungen sorgt der Lasal Machine Manager. Zudem regelt er die Kommunikation der verteilten Intelligenzen – wer darf mit wem welche Daten austauschen. Ein wichtiger Aspekt in Zeiten der intelligenten Fabriken.

Praxisbeispiel Industrie 4.0 – Fahrerlos

Im intelligenten Eurobox-Transporter Agumos Q40von Melkus Mechatronic steckt hochmodere Steuerungs-, Sicherheits- und Antriebstechnik von Sigmatek inklusive WLAN- und Kameratechnik. Das fahrerlose Flurfördersystem sorgt – Industrie 4.0 gerecht – für einen flexiblen innerbetrieblichen Materialfluss.

(ID:44034187)