Energiekette Einfach aufgerollt: Neues Standardprogramm der „Kabeltrommel ohne Schleifring“

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Vor einem halben Jahr hat Igus die neue E-Spool, das erste aufrollbare Energiekettensystem vorgestellt. Die seitdem in Kundenanwendungen gewonnenen Erfahrungen führten jetzt zum weiteren Ausbau des Programms.

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Die E-Spool von Igus ist in drei Längenvarianten (0-4 m, 4-7 m und 7-14 m) sowie mit den Innenbreiten (E-Kette der Serie 1400) 80 und 125 mm erhältlich.
Die E-Spool von Igus ist in drei Längenvarianten (0-4 m, 4-7 m und 7-14 m) sowie mit den Innenbreiten (E-Kette der Serie 1400) 80 und 125 mm erhältlich.
(Igus)

Kompakt und langlebig verknüpft das System die Vorteile zweier verschiedener Energiezuführungen: Eine Standard-E-Kette aus der Serie E2/000 per Rolle geführt sorgt durch eine integrierte Rückholfeder jederzeit für die genau richtige Länge und Spannung der Energiezuführung.

Platz für unterschiedlichste Leitungsbefüllungen

Jetzt hat der Kunde die Wahl zwischen drei Längenvarianten (0-4 m, 4-7 m und 7-14 m). In der Ausgangsposition ist die Kette platzsparend vollständig eingerollt.

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Je nach Menge der zu führenden Leitungen kann die E-Kette der Serie 1400 mit den Innenbreiten 80 und 125 mm geordert werden.

Das Twisterband verbindet die Rolle mit dem Wellenbock, der als Schnittstelle zu den fest verlegten Leitungen dient. In „klassischen“ Kabeltrommeln wird diese Aufgabe meist von Schleifkontakten übernommen.

Das E-Spool-Konzept punktet hier mit deutlich mehr Flexibilität, denn anders als bei Schleifkontakten können auch Leitungen für Daten, Druckluft und Flüssigkeiten durchgehend in einem System verbunden und vor allem jederzeit ausgetauscht oder verändert werden.

Beim Twisterband TB 30 ist ausreichend Platz für Leitungsdurchmesser bis 16 mm vorhanden. Bei einer großen Anzahl von Leitungen kann das Twisterband diese auch beidseitig an die Kettentrommel heranführen.

Modularer Ersatz für klassische Kabeltrommeln

Mit diesen handfesten Vorteilen ist die E-Spool der komplett modulare Ersatz für klassische Kabeltrommeln.

Außerdem kann sie die Lösung für beengte Bauräume sein: zusätzlicher Platz zum Ablegen der Kette, wie bei freitragenden- oder Zick-Zack-Anwendungen wird nicht benötigt.

Einsatzfelder findet die E-Spool in Hubwagen, Sortieranlagen, mobilen Kranwagen, Bühnenanwendungen oder Montage- bzw. Prozesskranen mit Greifern.

Anwendungsbeispiel: Mobile Bewindungsanlage

Die Firma Becker Elektro Stapler Service aus Erftstadt gehörte zu den ersten Kunden für die neue E-Spool.

Sie setzt die Energiezuführung in einer teleskopierbaren Bewindungsanlage ein. Solche Anlagen verhindern, dass Frost die Blüten in Obstplantagen zerstört und es in Folge zu Ernteausfällen kommt. Dazu sorgt die Anlage über einen speziellen Propeller dafür, dass oberhalb der Plantage die Luft zirkuliert und sich somit kein Frost auf den Obstbäumen absetzen kann. Sie ist mobil und bis auf 10 Meter senkrecht ausfahrbar. Damit kann eine Fläche von etwa 2 Hektar abgedeckt werden. Die E-Spool versorgt den Motor der Anlage mit Medien- und Energieleitungen.

SPS IPC Drives: Halle 4, Stand 250

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