SafetyBridge-Technology

Einfache Handhabung und hohe Flexibilität in der Sicherheitstechnik schaffen signifikante Wettbewerbsvorteile

26.10.2009 | Autor / Redakteur: Lutz Rahlves / Ines Stotz

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Mitsubishi Electric Europe B.V. Factory Automation

Die funktionale Sicherheitstechnik für Maschinen und Anlagen wurde über viele Jahre ausschließlich per Sicherheitsrelais umgesetzt. Mangels anderer Lösungen sind selbst sehr große Anlagen auf diese Art parallel verdrahtet worden. Seit der Verfügbarkeit sicherer Steuerungen und sicherer Netzwerke werden solche Anwendungen nun mit entsprechenden Komponenten und Systemen ausgerüstet.

In diesem Umfeld haben sich zwei Lösungsansätze etabliert: Zum einen sind abgesetzte, also von der Standard-Steuerung und dem Standard-Netzwerk getrennte Sicherheitssteuerungen mit einem eigenen, separat zu installierenden sicheren Netzwerk erhältlich. Im direkten Vergleich mit den klassischen Sicherheitsrelais erhöht dieser Ansatz die Flexibilität der Safety-Applikation deutlich, denn über das sichere Netzwerk können viele weit verteilte sichere Signale erfasst und ausgegeben werden. Aufgrund der freien Programmierung lassen sich die Sicherheitsfunktionen außerdem optimal an die Anwendung anpassen. Allerdings steigen die Kosten für die funktionale Sicherheit überproportional an, weshalb die abgesetzte Sicherheitssteuerung und das zusätzliche sichere Netzwerk mit den entsprechenden Infrastrukturkomponenten einen wirtschaftlichen Einsatz erschweren.

Im zweiten Lösungsansatz nutzt die sichere Steuerung, die in die Standard-Steuerung eingebaut worden ist, das vorhandene Netzwerk zur Kommunikation mit den sicheren Teilnehmern. Dieses Konzept hat sich in der Praxis als die technisch sinnvollere und wirtschaftlich bessere Vorgehensweise erwiesen. Da die bestehenden Netzwerke und die existierende Infrastruktur verwendet werden können, reduziert sich der Installations- und Verdrahtungsaufwand für die Integration der funktionalen Sicherheit in die Maschine oder Anlage erheblich. Dieser Ansatz ist damit bestens für verteilte Applikationen mit einer mittleren bis hohen Anzahl sicherer E/As geeignet.

Spezielle Sicherheitssteuerung oder sicheres Bussystem überflüssig

Verschiedene Marktstudien haben gezeigt, dass in den meisten Anwendungen des Maschinen- und Anlagenbaus weniger als 50 sichere E/As verbaut werden. In diesem Fall ist der Einsatz einer sicheren Steuerung nur dann wirtschaftlich, wenn besonderen Faktoren wie eine großflächige Ausdehnung der Maschine oder Anlage vorliegen. Viele Anwender suchen deshalb nach einer Lösung, die die Flexibilität einer sicheren Steuerung sowie der zugehörigen, im Netzwerk verteilten sicheren E/As mit der intuitiven Handhabung der Sicherheitsrelais verbindet. Hier bietet sich die SafetyBridge-Technology als einfache und kostengünstige Lösung an.

Topologie einer sicherheitsgerichteten Anwendung
Topologie einer sicherheitsgerichteten Anwendung

SafetyBridge arbeitet unabhängig vom jeweiligen Netzwerk und der installierten Steuerung. Das vorhandene Automatisierungsnetzwerk und die Standard-Steuerung dienen lediglich als Transportmedium für die sicherheitsgerichteten Datenpakete, die zwischen den sicheren Eingangs- und den sicheren Ausgangsmodulen ausgetauscht werden. Die sicheren Ein- und Ausgänge, die sich beliebig im Netzwerk verteilen lassen, erfordern keine überlagerte Sicherheitssteuerung und kein spezielles separates sicheres Bussystem. Der Anwender muss sich also nicht für ein sicheres Netzwerk wie Interbus-Safety oder Profisafe mit den jeweils verfügbaren Sicherheitssteuerungen entscheiden, sondern kann sein bewährtes Kommunikationssystem weiterhin nutzen. Die aufwändige Parallelverdrahtung der Sicherheitssignale entfällt, denn sie werden dort erfasst oder ausgegeben, wo sie anfallen respektive benötigt werden. Auf diese Weise erhält der Anwender eine bisher nicht gekannte Flexibilität im Bereich der busbasierten Safety-Anwendungen.

 

Einfache Handhabung und hohe Flexibilität in der Sicherheitstechnik schaffen signifikante Wettbewerbsvorteile

 

Die sicherheitstechnische Herausforderung als Chance begreifen

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