M23-Rundsteckverbinder Einfaches Handling für Signal-, Leistungs- und Hybridapplikationen

Autor / Redakteur: Stefan Reker / Ines Stotz

Sowohl der Maschinen- und Anlagenbau als auch Outdoor-Anwendungen verlangen Steckverbinder, die stets zuverlässige Übertragungseigenschaften und eine hohe Anzahl von Steckzyklen gewährleisten. Genau dafür hat Weidmüller kompakte und robuste M23-Rundsteckverbinder entwickelt – die sich durch ein besonders einfaches Handling auszeichnen.

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Die Automatisierungstechnik verändert sich stetig. Als signifikanter Trend ist der Wandel von zentralen zu dezentralen Automatisierungskonzepten zu beobachten. Außerdem bestimmt die Modularität das Engineering im Maschinen- und Anlagenbau. Modulare Funktionseinheiten minimieren darüber hinaus Ausfallzeiten und reduzieren kostspielige Endmontagezeiten. Ebenfalls ist die Miniaturisierung von elektrischen Betriebsmitteln und Antrieben zu beobachten und das bei steigenden elektrischen Kennwerten. Darüber hinaus verlagern Anwender ihre Geräte vermehrt vom Schaltschrank (IP20) direkt in die Peripherie (IP54 — IP69k).

Die kompakten und robusten M23-Rundsteckverbinder unterstützen und ermöglichen die genannten Trends und sind bestens geeignet für Applikationen im Maschinen- und Anlagenbau sowie für Outdoor-Anwendungen. Häufig werden M23-Steckverbinder zur Einbindung von elektrischen Antrieben und Servomotoren eingesetzt, darüber hinaus sind die robusten und leistungsfähigen Steckverbinder generell einsetzbar zum Verbinden von elektrischen Geräten und Betriebsmitteln. So eignen sie sich zum „Einschleifen“ von Funktionseinheiten oder im Feld montierte SAI-Modulen (Sensor-Aktor-Interface). Dabei gewährleisten sie die hier geforderte Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Sie bilden eine ideale Ergänzung zu M8/M12- respektive schweren Steckverbindern. Diese werden zu 80 Prozent zum Verbinden von Sensoren und Aktoren eingesetzt, für diese Anwendung wurden sie konzipiert.

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Eine zusätzliche Anwendung sind Datenleitungen für Bussysteme. Schwere Steckverbinder stehen als 3- bis 216-polige Versionen mit 10 A bzw. als Hochstromverbinder bis 1200 A zur Verfügung. Im Gegensatz zu M8/M12-Steckverbinder vereinen M23-Rundsteckverbinder in Einem viel mehr Kontakte, können einen Strom bis 28 A übertragen und sind aufgrund des Metallgehäuses weitaus robuster. Bei den schweren Steckverbindern lässt sich die Baugröße 1 mit den M23-Steckverbindern vergleichen, jedoch verfügt diese Baugröße nicht über 19 Pole bzw. 28 A Leistungskontakte – M23-Steckverbinder schon.

M23 — umfassendes Steckverbinderprogramm

Weidmüller bietet dazu ein umfassendes M23-Steckverbinderprogramm aus Signal-, Leistungs- und Hybridsteckverbindern, die sich wiederum in drei Hauptgruppen unterscheiden: Umspritzte Leitungen, Gerätesteckverbinder und frei konfektionierbare Steckverbinder.

Es gibt sie in den wichtigsten Gehäuseformen wie Winkel-, Kupplungs- und Gerätesteckverbinder. Zudem lassen sie sich aufgrund eines durchgängigen Konzeptes bei allen Steckergrößen einfach konfektionieren. In einem Arbeitsgang erfolgt die Konfektionierung und Schirmanbindung. Es lassen sich sowohl leichte als auch schwere Schirmgeflechte problemlos verarbeiten, so dass ein zuverlässiger EMV-Schutz gewährleistet ist.

M23-Steckverbinder sind durch ihre Modularität sehr flexibel, sogar bei Leistungssteckverbindern können Stift- und Buchseneinsätze bei jeder Gehäusebauform zum Einsatz kommen. Die eindeutige Struktur der Steckverbinder-Serien und die minimale Anzahl an Einzelteilen reduzieren Montageaufwand und Konfektionszeiten. Die Distanzhülsen für Stift- und Buchseneinsätze sind farblich gekennzeichnet.

M23-Steckverbinder haben durch die verwendete SLS-Technologie (Spring Loaded Socket) eine hohe Kontaktsicherheit. Eine integrierte Feder nimmt den Stiftkontakt auf und umschließt ihn radial. Das aus Kupfer-Beryllium hergestellte Federelement sowie der vergoldete Kontaktbereich garantieren niedrige Übergangswiderstände, hohe Steckzyklen >1000 und geringe Steckkräfte. Die zylindrische Außenkontur des Buchsenkontaktes sorgt für eine ideale zentrische Position beim Steckvorgang. Der Leiteranschluss an die Kontakte erfolgt in bewährter Crimp- bzw. Löttechnik. Die innovative Verriegelungstechnik Euro-Lock-System verriegelt die Kontakte durch den integrierten Halteclip sicher mit dem Isolierkörper. Für die Montage bzw. Demontage der Kontakte ist kein Spezialwerkzeug erforderlich. Die Steckverbinder sind für Nennspannungen bei Verschmutzungsgrad 2 bzw. 3 ausgelegt.

Auf industriellen Einsatz ausgelegt

M23-Rundsteckverbinder sind auf einen industriellen und Outdoor-Einsatz abgestimmt. Sie sind resistent gegen das Eindringen von Substanzen und erfüllen die von der Industrie geforderten Schutzarten, in diesem Fall verriegelt die Schutzart IP67 bzw. IP 69K nach EN 60529. Die Gewährleistung dieser Schutzarten übernimmt das im Steckverbinder liegende Dichtungssystem. Zudem sind sie mit einem Vibrationsschutz versehen – schwarzer Außenring. Sie lassen sich im Temperaturbereich von -40 bis +125°C einsetzen und sind UR zertifiziert.

Weidmüller verbaut die robusten M23-Steckverbinder in einer innovativen SAI-Verteiler-Familie. SAI-Verteiler werden im Maschinen- und Anlagenbau ohne zusätzlichen Schutz vor Ort montiert. An den Verteilern sind einzelne Sensoren und Aktoren angeschlossen, deren Signale werden zentral gesammelt und über eine Leitung mit M23-Steckverbinder an die E/A-Karten der Steuerung übertragen.

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Stefan Reker, Produktmanager, Weidmüller Interface

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