IO-Link-Technologie Einstieg in den neu definierten Standard

Redakteur: Gerd Kucera

Die Kommunikationsschnittstelle IO-Link, ein neu definierter Standard in der unteren Feldebene, bringt Bewegung in die Sensor- und Automatisierungsindustrie. Hersteller MESCO Systeme offeriert aktuelle Produkte zum Einstieg in die IO-Link-Technologie.

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Das Starterkit von MESCO ermöglicht eine Slave-Implementierung nach den IO-Link-Spezifikationen
Das Starterkit von MESCO ermöglicht eine Slave-Implementierung nach den IO-Link-Spezifikationen
( Archiv: Vogel Business Media )

Die PROFIBUS Nutzerorganisation e.V. (PNO) erarbeitete mit 14 Herstellern von Sensoren, Aktoren und Automatisierungssystemen im Arbeitskreis „IO-Link“ die Spezifikation einer feldbusunabhängigen Kommunikationsschnittstelle für intelligente Sensoren/Aktoren in der Fertigungsautomatisierung. Zum Umfang der Arbeiten gehörten die Übertragungsphysik (elektrische und mechanische Eigenschaften, Topologie), die Kommunikation der Sensoren/Aktoren mit der EA-Baugruppe, eine neutrale Datenschnittstelle zum übergeordneten Kommunikationssystem und das Engineering.

Herkömliche und intelligente Geräte gemischt betreiben

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IO-Link integriert konventionelle und intelligente Aktoren und Sensoren in Automatisierungssysteme; der gemischte Betrieb von herkömmlichen und intelligenten Geräten ist laut PNO ohne Mehraufwand möglich. IO-Link nutzt dabei vorhandene Kommunikationssysteme (Feldbusse oder Ethernet-basierte Systeme); die letzten Meter zu den Aktoren und Sensoren werden in einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit handelsüblichen, ungeschirmten Standardkabeln verbunden. Damit trägt IO-Link zur Reduzierung der Schnittstellen und der Variantenvielfalt bei.

Typische intelligente Aktoren/Sensoren sind etwa Ventilinseln, Motorstarter, optische Sensoren, Lichtgitter, Analogsignale, RFID oder Stellgeräte.

IO-Link-Starterkit unterstützt die ersten Schritte

Das IO-Link-Starterkit von MESCO ermöglicht eine kostengünstige Slave-Implementierung streng nach den IO-Link-Spezifikationen. Durch den modularen Aufbau lässt es sich leicht an kundenspezifische Anforderungen anpassen. Das Starterkit wird als Basis-Version und mit verschiedenen optionalen Ausbaustufen angeboten, je nach Funktionsumfang des Slaves.

Der im Starterkit enthaltene IO-Link-Monitor dient zur Analyse der Kommunikation, Telegramme, Zykluszeit und der rahmenspezifischen Eigenschaften einer IO-Link-Kommunikation zwischen Master und Slave. Die Kommunikation lässt sich dadurch gegen vorhandene Standards und Spezifikationen überprüfen. Der IO-Link-Monitor ist auch einzeln erhältlich.

Diangnostic-Box erweitert das Starterkit

Die IO-Link-Diagnostic-Box erweitert das IO-Link-Starterkit mit dem Lesen und Schreiben von Parametern im Feld eingesetzter Slaves. Durch seine Funktion als IO-Link- Master ist die Überprüfung von Baudrate, Modus, Parametern, Betriebszustand und Störung jederzeit möglich.

Alle Komponenten unterstützen die Physik 2 (3-Leiter-System), alle Baudraten (4,8/38,4/230,4 kBaud) und sämtliche Datenprotokolle der IO-Link-Spezifikation. Beim Starterkit Master ist der Anschluss eines Feldbus-Gateways per UART optional vorgesehen und die Unterstützung einer PC Kommunikation über USB im Stack integriert. Die IO-Link-Diagnostic-Box kann als Handheld wahlweise im Akku- oder Netzbetrieb (24 VDC) betrieben werden. Die Zustandsdaten, Standardparameter und Fehlermeldungen der Slaves werden über LED und LCD visualisiert und sind editierbar und können geschrieben werden (nicht Read-Only Parameter).

Lieferumfang des IO-Link-Starterkit: Hardware-Module, Master und Slave (inkl. lauffähiger IO-Link-Firmware), Stromlaufpläne für Master- und Slave, Firmware-Stack-Source-Code-Slave, PC-Software zur Konfiguration und Parametrierung, Entwicklungsdokumentation, IO-Link-Monitor, PC-Software IO-Link-Monitor und 2 USB-Anschlusskabel.

Zum Lieferumfang der IO-Link-Diagnostic-Box-Diagnostic-Box gehören 4 Akkus (Typ AA), 24-V-Anschluss.

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