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ZVEI Elektro-Exporte wachsen nur minimal

| Redakteur: Sariana Kunze

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im Juni dieses Jahres nur geringfügig um 0,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,1 Mrd. Euro gestiegen.

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Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
(ZVEI)

„Es war der auf Jahressicht geringste Zuwachs seit acht Monaten“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Wie bei Produktion und Umsatz hat zuletzt auch die Dynamik im Exportgeschäft spürbar nachgelassen.“ Im ersten Halbjahr 2014 beliefen sich die Branchenausfuhren auf 79,7 Mrd. Euro. Ihren entsprechenden 2013er Wert übertrafen sie damit um 2,3 Prozent. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Produkte nach Deutschland haben im Juni stärker zugelegt als die Ausfuhren. Sie zogen um 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 10,9 Mrd. Euro an. In den ersten sechs Monaten kamen sie auf 69,1 Mrd. Euro und lagen hier 5,3 Prozent höher als vor einem Jahr.

China als Großabnehmer

Kräftige Exportzuwächse gab es im Juni dieses Jahres im Geschäft mit China (plus 14,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,3 Mrd. Euro), Großbritannien (plus 9,9 Prozent auf 0,7 Mrd. Euro) und den USA (plus 7,9 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro). Die Elektroausfuhren nach Japan zogen um 4,0 Prozent auf 0,2 Mrd. Euro an, die nach Südkorea um 1,6 Prozent auf ebenfalls 0,2 Mrd. Euro.

Die Exporte in die Eurozone – die immer noch knapp ein Drittel aller deutschen Elektroausfuhren aufnimmt – gingen im Juni um 1,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 4,1 Mrd. Euro zurück. Die Exporte nach Frankreich und Italien gaben um 3,1 Prozent auf 0,9 Mrd. Euro bzw. 4,6 Prozent auf 0,6 Mrd. Euro nach. Im Ausfuhrgeschäft mit Griechenland (52,7 Mrd. Euro) belief sich das Minus auf 21,1 Prozent. Dagegen erholen sich die Elektroexporte nach Spanien weiter. Sie legten im Juni um 6,7 Prozent auf 0,4 Mrd. Euro zu. Die Ausfuhren nach Russland und in die Ukraine haben ihre Talfahrt im Juni fortgesetzt. Sie brachen um 28,0 Prozent auf 0,3 Mrd. Euro bzw. 33,1 Prozent auf 33 Mrd. Euro ein.

Russland rutscht auf Rang 14 ab

„Im gesamten ersten Halbjahr 2014 gingen die meisten deutschen Elektroexporte nach China“, sagte Dr. Gontermann. „Das Land nahm Ausfuhren von 7,0 Mrd. Euro auf. Das sind 12,5 Prozent bzw. 800 Mio. Euro mehr als vor einem Jahr.“ Die USA lagen zwischen Januar und Juni nur noch auf Rang 2. Dorthin konnten die Exporte lediglich um 0,3 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro zulegen. Frankreich bleibt mit 5,6 Mrd. Euro (plus 3,9 Prozent gegenüber Vorjahr) an dritter Position. Es folgen Großbritannien (plus 5,9 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro), die Niederlande (plus 4,8 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro) und Italien (plus 0,8 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro). „Russland gehörte im ersten Halbjahr nicht mehr zu den Top-Ten-Abnehmern“, so Dr. Gontermann. „Infolge des Exportrückgangs um 19,8 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro rutschte das Land auf Position 14 ab.“

Gut entwickelt haben sich von Januar bis Juni indessen die Elektroausfuhren in die osteuropäischen Länder Polen (plus 12,7 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro), Tschechien (plus 11,7 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro) und Ungarn (plus 17,2 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro).

(ID:42909505)