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Weltrekord

Elektro-Rennwagen beschleunigt in 1,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h

| Autor/ Redakteur: Thomas Kuther / Sariana Kunze

Der Elektro-Rennwagen „grimsel“ hat den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen. In 1,513 s und innerhalb von weniger als 30 Metern beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h. Den Wagen entwickelt und den Rekord aufgestellt haben Studierende der ETH Zürich und der Hochschule Luzern.

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Der Elektro-Rennwagen „grimsel“ des Formula Student Teams der ETH Zürich hat den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen: In 1,513 s und innerhalb von weniger als 30 m beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h.
Der Elektro-Rennwagen „grimsel“ des Formula Student Teams der ETH Zürich hat den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen: In 1,513 s und innerhalb von weniger als 30 m beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h.
(Bild: Bild: ETH Zürich / Alessandro Della Bella)

Das von der BMW Group unterstützte „Formula Student“-Team des Akademischen Motorsportvereins Zürich (AMZ) hat es geschafft: Ihr Elektrorennwagen „grimsel“ beschleunigte in nur 1,513 s von 0 auf 100 km/h und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Die Geschwindigkeit von 100 km/h erreichte das Fahrzeug innerhalb von weniger als 30 m auf dem Militärflugplatz Dübendorf bei Zürich. Der bisherige Weltrekord betrug 1,779 s und wurde im vergangenen Jahr von einem Team der Universität Stuttgart aufgestellt.

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Beim Rekordfahrzeug handelt es sich um ein „Formula Student“-Elektroauto, das von 30 Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern innerhalb eines Jahres entwickelt und gebaut wurde. „grimsel“ ist das fünfte Elektroauto des AMZ und setzt neue Maßstäbe im Leichtbau und beim elektrischen Antrieb. Dank Einsatz von Kohlefaser-Werkstoffen wiegt „grimsel“ gerade einmal 168 kg. Der Elektro-Renner verfügt über vier selbst entwickelte Radnabenmotoren, die per Allradantrieb 147 kW (200 PS) Leistung und 1700 Nmr Drehmoment auf die Straße bringen. Eine ausgeklügelte Traktionskontrolle regelt die Leistungsabgabe an jedes Rad individuell, wodurch die Beschleunigung des Fahrzeugs weiter gesteigert werden kann. Kein Serienfahrzeug, auch keines mit Verbrennungsmotor, erreicht eine mit „grimsel“ vergleichbare Beschleunigung.

Bestens vorbereitet auf die Formula Student Germany

Damit ist das Team bestens vorbereitet auf die bevorstehende Formula Student Germany vom 8. bis zum 14. August 2016 am Hockenheimring. 115 Teams aus mehr als 25 Nationen geben sieben Tage lang Vollgas und treten nach langer Entwicklungszeit mit ihren Rennwagen gegeneinander an. Neben Boliden mit Verbrennungsmotoren liefern sich dabei auch 40 Rennwagen mit Elektroantrieb den Kampf um den Sieg, der nicht nur mit Geschwindigkeit erreicht werden kann.

Auch Design, Kostenplanung und das Geschäftsmodell müssen die Jury, die aus Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft besteht, überzeugen. Das von der BMW Group unterstützte AMZ Racing Team von der ETH Zürich belegte im Vorjahr den zweiten Platz in der Gesamtwertung und gehört somit auch in diesem Jahr wieder zu den Favoriten.

BMW ist einer der Hauptsponsoren

Seit Gründung der Formula Student im Jahr 2006 ist die BMW Group einer der Hauptsponsoren des Wettbewerbs. Seit 2010 unterstützt das Unternehmen die Nachwuchsingenieure auch als Teamsponsor und geht in diesem Jahr wieder mit drei Teams in der Formula Student Electric (FSE) an den Start: municHMotorsport (Hochschule München), elbflorace (TU Dresden) und AMZ-Racing (ETH Zürich).

Wertvolle Tipps von BMW-Ingenieuren

Die Teams erhalten dabei nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Tipps von BMW-Ingenieuren und Zugang zu Fertigungstechnologien. So findet am 28. Juli 2016 das BMW Group meets Formula Student Event bei der BMW Driving Experience in Maisach statt. Bei der Veranstaltung haben die Teams die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge bis ins Detail abzustimmen und in den Austausch mit ihren BMW Group Mentoren zu treten.

In einem Fahrertraining erhalten sie letzte Kniffe von erfahrenen BMW Driving Experience Instruktoren. Darüber hinaus genießen die von der BMW Group gesponserten Teams auch eine breite Unterstützung beim Bau und der Konstruktion ihrer selbst entwickelten Rennwagen. Über den gesamten Zeitraum stehen den Studenten Mitarbeiter als Mentoren zur Seite.

Wissen aus dem Studium mit der Praxis verknüpfen

„Bei der Formula Student können die Studierenden auf einzigartige Weise das erlangte Wissen aus dem Studium mit der Praxis verknüpfen“, sagt Oliver Ferschke, Leiter des Personalmarketings bei der BMW Group. „Dabei werden Sozial- und Schlüsselkompetenzen sowie praktische Fach- und Wirtschaftskenntnisse erlangt und vertieft. So fördern wir die jungen Ingenieure in wichtigen Qualifikationen und auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz.“

Erfolgreichstes Fahrzeug des AMZ

Bereits im Sommer 2014 konnte „grimsel“ zahlreiche Erfolge im internationalen Wettbewerb der Formula Student feiern. Die Formula Student ist mit über 500 Teams der weltweit grösste Wettbewerb für Ingenieurstudierende und wird jährlich auf verschiedenen Rennstrecken der Welt ausgetragen. Mit drei Gesamtsiegen und einem Punkteschnitt von 920 von möglichen 1000 Punkten ist „grimsel“ das erfolgreichste Fahrzeug in der Geschichte des AMZ. Der grosse Erfolg von „grimsel“ konnte auch dazu beitragen, den ersten Rang in der Formula Student Weltrangliste, welchen der AMZ seit 2013 innehat, zu verteidigen.

Mehr rund um die Rekordfahrt sehen Sie im folgenden Video:

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesternportal emoPRAXIS.

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